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Weblog von Julia Petschinka

 
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Quicklink: Alle Wiener Flamencotermine für 2012
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Ich möchte gerne wieder eine Flamenco-Künstlerin vorstellen, die mich sehr inspiriert und auf gewisse weise auch beeinflußt. Ihre Konsequenz, ihre Ideen und ihren Mut finde ich wirklich beeindruckend.

Pilar Albarracin macht Fotos, Videos, Performances und Skulpturen. Viele davon beschäftigen sich mit Themen, die ich mit dem Flamenco in Zusammenhang bringe.

instalaciones12-1
Foto © Pilar Albarracín

Auf sie wurde ich durch ein Video aufmerksam, in dem sie mit einem strahlend weißem Flamencokleid auftritt. Sie setzt sind hin, nimmt eine Nadel und sticht durch das Kleid in ihr Fleisch. Rotes Blut tritt aus und formt sich zu Tupfen auf ihrem weißen Kleid.

Ich hab während meiner letzten Sevilla-Reise nach dem Katalog gesucht, ihn aber nicht gefunden. Vor ein paar Tagen bekam ich dann ein Überraschungsgeschenk per Post: DEN KATALOG! Oh, wie schön!!!

pilar_albarracin
und das ist die Katalogseite zum Video mit dem weißen Kleid und den roten Bluttupfen




Link: Website von Pilar Albarricín http://www.pilaralbarracin.com

Heute stehen die Schülerinnen und Schüler der Academia Flamenca im Vordergrund und auf der Bühne. Wir haben gemeinsam im letzten Semester und vor allem während der letzten paar Wochen intensiv am Programm und den einzelnen Nummern gearbeitet. Ich bin froh, dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, zu zeigen, was sie können. Und das ist viel!
Fiesta2012
19:30, fiesta flamenca der "academia flamenca", Theatersaal Hietzing, Hofwiesengasse 48, 1130 Wien

Für mich als Lehrerin ist es immer wieder aufregend, wenn meine Schülerinnen und Schüler auf der Bühne stehen. Ich fiebere mit ihnen mit und ich freue mich, wenn sie vorne stehen und zeigen, woran wir gearbeitet haben. Es macht mir großen Spaß zu erleben, wie sich die Choreografien entwickeln und wie sie interpretiert werden; wenn manchmal Bilder, die wir im Unterricht besprochen haben, ganz deutlich zu sehen sind - oder andere, neue, hervortreten.
Ich freue mich auch schon aufs nächste Semester!

Bildschirmfoto-2012-01-20-um-12-54-07Mit Freude habe ich entdeckt, dass das Programm dieses Flamencofestivals schon komplett und veröffentlicht ist (nämlich auf der Website der ANDA - unter "Kalender").










So sieht das Programm aus - die Workshops ergänze ich, sobald ich mehr Infos dazu finde:
WOCHENENDE 1
30.03.12 Joaquín Grilo mit: "la mar del flamenco"
31.03.12 Joaquín Grilo mit: "la mar del flamenco"

WOCHENENDE 2
05.04.12 Marco Flores mit: "Tránsito"
06.04.12 Belen Cabanes mit: "Pájaros de Marfil" (Kastagnetten und Tanz)
07.04.12 Olga Pericet mit: "de una pieza" anschl. ANDA Geburtstagsfeier
08.04.12 Olga Pericet mit: "de una pieza"
09.04.12 Leonor Leal mit: "eLe eLe"


Tanzhaus NRW - Erkrather Str. 30, 40233 Düsseldorf -Tel. +49-(0)211-17270-0
emai: info@tanzhaus-nrw.de // web: www.tanzhaus-nrw.de

Heute um 20:30 treten wir im Kulturraum Neruda in Wien auf, darauf freue ich mich schon sehr. Wir, das sind:
Ines Fordinal und ich: wir tanzen (Soleá, Seguiriya und Tangos)
Jelena Reiter: singt
Marco Dumancic und Franklin Henao: spielen Flamencogitarre
flamenco-viena

Gestern fand die Generalprobe statt und zum Glück ging einiges daneben. Ich glaube, wir haben jetzt so gut wie alle Varianten von vergessen, verwechseln, verspielen, vertanzen und versingen durchgemacht und was jetzt kommt ist große Freude und Lust, heute das herzuzeigen, woran wir die letzten Monate gearbeitet haben....

408_normal-flamenco-kochschuerzeDas wird ein schwungvolles und intensives Flamencojahr 2012 in Wien werden.... ich habe gerade wieder den Flamencokalender aktualisiert und finde es großartig, was alles in Wien in Bewegung ist.

Beinahe jedes Monat kommt einE TänzerIn aus Spanien, von der/dem man im Rahmen eines Intensiv-Wochenendes lernen kann. Außerdem geben natürlich auch die hier ansässigen Flamencos regelmässig Workshops und Kurse, damit niemand aus der Form gerät. Aus der Fassung aber vielleicht schon!

Es gibt dieses Jahr neben den obligaten SchülerInnen-Aufführungen (im Jänner die von der Academia Flamenca von Susana la gitana rubia, im Juni die von der Flamencoschule La Guita und auch die von den SchülerInnen von Barbara Höll) auch mehrere Konzerte heimischer KünstlerInnen zu sehen - und einige internationaler Flamencogrößen (fix ist schon Diego el Cigala im April und Belén Maya im Juni, da kommt sicher noch was dazu).

Die neuen Unterrichtssemester der LehrerInnen starten Mitte Februar, sie bieten eine große Vielzahl an Themen für alle möglichen Niveaus und wie immer auch die Möglichkeit von Schnupperstunden, damit man den für sich geeignetsten Kurs finden kann.

Besonders ans Herz mag ich euch auch die regelmässigen Flamencoabende des Wiener Flamencovereins Peña Flamenca "La Granaina" empfehlen - hier wird gespielt, gesungen und getanzt.

Alle Termine, Infos und Links findet ihr im Flamencokalender 2012. Bei so einem vielfältigen Angebot ist es gut möglich, dass ich ein paar Termine übersehen habe - falls ihr von weiteren Terminen wißt oder vielleicht eigene in den Kalender aufgenommen haben wollt: schreibt mir einfach eine email an julia (punkt) petschinka (ät) gmx (punkt) at.

PS: die Flamencokochschürzen gibt es übrignes hier zu bestellen

Foto32
Vor ein paar Abenden hab ich meine VHS-Kassettensammlung wiedermal durchgeschaut. Ich war auf der Suche nach einer Aufnahme einer Choreografie, die ich vor gefühlten 150 Jahren in Granada lernte. Bei Mari Paz Lucena Samaniego. Ich erinnere mich gut und gerne an sie. Die Choreografie ist auf einer VHS-Kassette, die mir eine schweizer Kurskollegin zuschickte.

Beim Suchen habe ich auch viele andere VHS-Schätze gefunden und langsam schaue ich da durch.
Beschriftet sind die Kassetten zwar schön (türkis/rot), aber nicht besonders vielsagend. "Flamenco-Doku" oder "Sevilla" oder so ähnlich.

Zum Glück habe ich noch einen funktionierenden VHS-Spieler. Gestern stand eine Doku über die Flamencobienale in Sevilla (Ausgabe 13! ) mit Israel Galvans "Arena" am Programm, danach Ausschnitte aus einer Show von Joaquin Cortes. Und eben habe ich eine Doku über den "aktuellen" Flamenco gesehen. Da waren sehr schöne Szenen dabei - ich kann mich plötzlich auch wieder so genau an alles erinnern. Ich hab die Dokus wahrscheinlich ständig gesehen während meiner ersten Jahre als Flamencoschülerin.

Was mich gerade sehr beeindruckt hat ist das Ende der Dokumentation: man sieht Enrique Morente durch den Albaycin in Granada schlendern. Und was hört man? "Pequeño vals vienes", den kleinen Wiener Walzer von seiner Platte OMEGA; genau das Stück, zu dem ich den zweiten Teil meines ex.duos tanze. Das fühlt sich wie eine erstaunliche Verbindung zwischen hier und dort, zwischen damals und jetzt an. Schön.

Ich freue mich, wenn ich ab und zu Videos oder Websites von Menschen entdecke, die sich auf ein "andere" Art dem Flamenco nähern. Vielleicht heißt "anders" in diesem Zusammenhang einfach nur: eigen, persönlich, suchend ?
Gerade eben habe ich die Griechin Yiota Peklari auf vimeo entdeckt - ich mag iihre Videos. Zum Beispiel dieses


morado flamenco from Yiota Peklari on Vimeo.


und weil ich mich gerade besonders gerne an die letzte Istanbulreise erinnere... hier eine sehr kleine Auswahl an Fotos und Eindrücken. Es war Mitte November, das Wetter war teilweise verregnet, manchmal sonnig. Ich bin überwältigt von der Stadt und der Geschwindigkeit dort, den vielen Menschen und unterschiedlichen Zeiten gleichzeitig. So viel Geschichte und Gegenwart an einem Ort zu erleben ist wirklich wundervoll.

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oh, da gibt es viel davon!!!
Hier meine Lieblingsfotos der aktuellsten Reise:

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Fliesen dürfen in Istanbul natürlich schon gar nicht fehlen!

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das war klar!

... und viele viele mehr

Das Buch "Kitsch y Flamenco" von Luis Clemente ist sowas wie mein Rückzugspunkt.
b091_clemente_kitsch
Bild von hier
Ich weiß zwar nicht von wo oder wohin, aber es holt mich in eine Welt, dir für mich ein wesentlicher Teil des Flamenco ist: der KITSCH. Der Kitsch ist wie ein Vergrößerungsglas für mich, ein Spiegel, eine Lupe. So wollen "sie", dass Flamenco gesehen und erlebt wird. Zu einem Teil zumindest. Und abgesehen davon - es ist schön bunt, kreischend, lustig und absurd. Perfekt!
Luis Clemente hat eine unglaubliche Sammlung, die er in diesem Buch beschreibt und herzeigt. Und das steht auf der Website von anda über das Buch (dort kann man es auch kaufen).
Brutalstmögliche Geschmacksverirrungen ziehen sich durch die Flamencogeschichte wie ein rosaroter Faden – unabhängig von Ansehen und Qualität der betroffenen Künstler, auch Paco de Lucía oder Antonio Mairena sind nicht davor gefeit, denn meist verkauft die Verpackung nicht den Inhalt, sondern eine Idee. Kuriose Plattencover sammelt Luis seit 30 Jahren. Aber auch Weinflaschen, Bonbondosen, Werbeanzeigen oder Touristensouvenirs werden aufgespießt und kommentiert. Luis Clemente ist ein Virtuose der Sprache, ein kreativer Worterfinder und findet in diesem wirren Panoptikum ein vorzügliches Spielfeld für scharfzüngige Kommentare und verbale Karikaturen.
Kitsch im Flamenco gibt es heute noch (zukünftige Generationen werden es besser beurteilen können, man denke nur an all die Camarón-Devotionalien), seine besten Jahre erlebte der Klimbim aber unter Franco, der der Gesellschaft “españolidad" einimpfen wollte. Klischees wurden geschaffen, um die gierende Konsumgesellschaft durch billige industrielle Serienprodukte gefügig machte. Konformität und Konservatismus sind oft die Hintergründe von allzu Gefälligem. Alegría als Stereotyp.


Während meiner Sevilla-Reise im November hab ich eine schreckliche Beobachtung gemacht: viele der "Kitsch-Originale" (die Puppen, Fächer, Aschenbecher,...) werden derzeit verändert und "modernisiert". Es entsteht ein neuer Kitsch, eine neue Ästhetik, die mir aber im Moment noch nicht so gut gefällt - gerade habe ich mich in den "alten Kitsch" verschaut, schon wird er geändert! Tztztz.

Umso größer ist meine Freude über die vereinzelten "Originalfundstücke", die ich im Laufe der Zeit kaufen konnte oder geschenkt bekommen habe.
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Vorgestern bin ich aus Sevilla zurück gekommen. Es war eine bereichernde Reise voller unterschiedlicher Eindrücke, die ich jetzt nach und nach aufbereiten werde. Ich beginne mit der Straßenkunst. Wiedermal hat es ein paar Tage gedauert, bis ich meine Wahrnehmung darauf einstellen konnte - und dann habe ich sie an allen Ecken und Enden entdeckt; klein und groß - spanisch und nichtspanisch. Hier eine kleine Auswahl:

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mein Favorit dieser Reise

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"Nobody expects (the) spanish revolution"... mit schönen Erinnerungen an Monty Pythons flying circus

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Bärte Teil 1

Sevilla-14-
Bärte Teil 2

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(Tanz)-Puppe

Sevilla-93-
Sevilla-16-
das war klar....

Es dauert meist ein bißchen länger, bis ich eine neue Internet-Plattform in mein Universum integrieren möchte. Jetzt ist es wieder soweit - ich habe mich für tumblr entschieden, weil meine Fotos gut zu dieser Plattform passen.
Dort gibt es Fotoserien von meinen Arbeiten oder aus dem Studio oder von der Straße. Es geht um meine Kunst.
tumblr_juliapetschinka
Derzeit schaut mein Profil so aus - das passt mir gut. Ein wild übereinander geworfener Haufen an Fotos und Videos, ohne Priorität - weil alles gleich wichtig ist.

Link zu meinem tumblr-Auftritt: http://juliapetschinka.tumblr.com/

Viel Spaß!

 

cc

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