
Im März 2006 gibt es wieder die Gelegenheit, das Flamencotheaterstück "en camino" von/mit Susana la gitana rubia (und anderen) zu bewundern.
Bisher gab es leider nur zwei Vorstellungen im Theater Akzent dieses wunderbaren Stückes rund um Erfolg, Selbstzweifel, Tanz und Musik. Ich hatte das Vergnügen, eine der beiden Vorstellungen zu sehen und für das deutsche Flamencomagazin anda eine Kritik zu schreiben.

Hier mein Text, als Appetithäppchen für die März-Vorstellungen.
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Susana, la gitana rubia, mit „en camino“. 3. Mai 2005, Theater Akzent, Wien.
Die Flamencotänzerin Carmen (Susana la gitana rubia) macht sich gemeinsam mit ihrer neunköpfigen Compania auf den Weg von Spanien nach Argentinien. Auf dem Schiff treffen sie die Tangotänzer Elena und Claudio (gespielt von Elisabeth und Klaus Andexlinger), deren Tanzgruppe sowie die Steptänzerin Ann (Sabine Hasicka). Alle wollen sie in der Ferne ihr Glück versuchen.
Die Reise dauert lang, die Künstler verbringen viel Zeit miteinander. Sie feiern ausgiebig, lassen sich von der Sängerin Eva Divotgey und ihrer rauen Samtstimme betören und finden Wege, tänzerisch miteinander zu kommunizieren. So übernimmt etwa die Steptänzerin leichtfüßig hüpfend die Escobilla der Alegría und lockert mit ihren schnalzenden Schritten die geerdeten Bewegungen des Flamenco auf. Eine gelungene künstlerische Annäherung.
Während Carmen melancholisch mittels Bata de Cola mit dem Meer spricht und sich einsam Gedanken über ihre Zukunft macht, hat die Tangotänzerin alle Mühe, ihren stets flirtenden Partner bei Laune zu halten, was sie mit immer ausgefeilteren Choreographien versucht.
Angekommen in Argentinien trennen sich die Wege der Tänzer. Carmen feiert mit ihrer Compania einen großen künstlerischen Durchbruch. Ihr Auftritt begeistert nicht nur das (gespielte) argentinische, sondern auch das reale Wiener Publikum. Manchmal so sehr, dass vor lauter Staunen der Beifall ausbleibt.
Den Erfolg feiern die Flamencos in einer Tangobar, wo sie zufällig ihre Freunde vom Schiff treffen. Hier haben die Tangueros Elena und Claudio das Sagen und zeigen sowohl akrobatischen, als auch gefühlvollen Tango Argentino vom Feinsten. Auch Ann, die Steptänzerin, kommt in die Bar und es geht in einem bunten Treiben tänzerisch drunter und drüber.
Das insgesamt 17köpfige Ensemble und die acht MusikerInnen sind ausgelassen, so wie das Publikum auch. Am Ende nimmt Carmen ihren Koffer und tritt die Heimreise an. Zufrieden über ihren Erfolg und die entbrannte Liebe zwischen ihr und dem Gitarristen Martin (Martin Kelner). Zufrieden über den schönen Abend applaudiert das Publikum euphorisch. Susana la gitana rubia gebührt ein großer Teil des Beifalls. Die ausdrucksstarke Tänzerin übernahm neben der Hauptrolle auch die künstlerische Gesamtleitung von „en camino“, einem Tanztheater, das vor allem durch das harmonische Neben- und Miteinander der unterschiedlichen Künste überzeugt.
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Termine 2006: 4. und 15. März, Theater Akzent, Wien
