Laura Morales.... wenn ich an ihren Auftritt in der spanischen Bar "Bodega Manchega" vor einem Jahr denke, erinnere ich mich sofort an ihre fast unbändigbare Energie und ihr immerwährendes Lachen. Anfang Juni kommt die Tänzerin aus Barcelona wieder nach Wien. War sie vor einem Jahr noch neben dem Gitarristen Alejandro Martin alleine auf der Bühne, tritt sie dieses Mal mit einem ganzen Ensemble auf. Und noch eine Neuigkeit hat sie mit im Gepäck: sie tanzt nicht
nur Flamenco, sondern auch Tango Argentino.Ich habe über ihren Auftritt vom Vorjahr für das deutsche Flamencomagazin anda einen kurzen Artikel geschrieben, der einen ersten Eindruck des spanischen Energiebündels vermitteln kann:
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Laura Morales, Alejandro Martin „Flamenco en el Alma“, 18. Juni
2005, Bodega Manchega, WienWas soll man machen, wenn SängerInnen Mangelware sind? Man lässt sie notgedrungen einfach weg und kompensiert die vermeintliche Leere mit Ausstrahlung, Kastagnettensound und einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein. Was, wenn das Publikum ausbleibt, weil es sich in der „Langen Nacht der Musik“ anderorts durch Wien schlängelt?
Man kümmert sich nicht darum, lässt Beifall im Kopf und Begeisterung im Herzen entstehen. So geschehen beim letzten der drei Auftritte von Laura Morales (Tanz) und Alejandro Martin (Gitarre) vor nur rund 15 begeisterten ZuschauerInnen.Was die beiden KünstlerInnen auf die Bühne und in die Köpfe des Publikums zauberten waren Szenen aus Dorffiestas, Tablaoabenden und Opernausschnitten. Dabei übernahm Laura Morales mit ihren
kecken Augen die lustigen Teile des Repertoires. Bei gleich zwei Stücken an diesem Abend wirbelte sie sogar ganz alleine über die Bühne. Zu Konservenmusik entführte sie einmal das Publikum in ein kleines spanisches Dorf zu einer Fandangos-Fiesta. Ein anderes Mal ging es nach Sevilla in die Tabakfabrik, wo sie eine sehr persönliche Interpretation der Carmen zeigte. Immer mit diesem bezaubernden Lächeln auf den Lippen. Alejandro Martin agierte einerseits als
sensibler Tanzbegleiter, stets konzentriert auf die Schritte und Bewegungen der Tänzerin achtend, und andererseits als geübter Solist. Seine tiefgründigen Eigenkompositionen bildeten einen starken Gegenpol zur Heiterkeit von Laura Morales. Die beiden spanischen KünstlerInnen bewiesen an diesem Abend eindrucksvoll, dass ein Flamencoprogramm auch ohne Gesang spannend und gleichzeitig federleicht sein kann. Das bisschen Publikum hats ihnen gedankt und
gerne mal die Rolle einer Dorfgemeinschaft, mal die der Tabakfabrikarbeiter oder der stillen Zuhörer eingenommen - so als wäre es von Anfang an selbst Teil der Choreographien gewesen.---ende anda-text
Die Termine:
* Flamenco en el Alma, Clasico Espanol: 9. Juni 2006, 21h, AERA Wien
* Flamenco & Tango en el Alma: 10. Juni 2006. 21h, Urania Wien
Link zur neuen Website von Laura Morales: lauramorales.com
Ensemble:
Tanz: Laura Morales, Javier Malaguilla
Musik:
Pepe Camacho: Gitarre
"El Pirata": Gesang
Javier Malaguilla: Percussion
Terry Butler: Flöte
Weitere Flamencotermine für 2006 gibts HIER
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Die Bilder in diesem Beitrag sind von Laura Morales´ Website genommen - hier der Link zum Bilderalbum