London ist groß und es bleibt immer etwas über auf der Liste der Orte, die ich sehen wollte, Dinge die ich tun wollte, Sachen die ich machen wollte. Vor ein paar Tagen kam ich vom London-Vielzukurz-Trip mit E. wieder nach Hause. Der Kopf voller Erinnerungen, der Koffer voller Zeugs.
Tag 1: Für den ersten Vormittag haben wir den anstrengendsten Teil der Reise geplant: Top-Shop. Der Modetempel am Oxford-Circus für das kleine Budget. 3 Ebenen, tausend Dinge und immer wieder schön.
Anschließend zwei kleine Niederlagen: Temple-Church ist bis September geschlossen (also nichts mit dem ehrwürdigen Freimaurertreffpunkt um Geheimnisluft zu schnuppern) und nicht alle Verhandlungen in Old Baileys Criminal Court enden tatsächlich um 4pm. Manche auch schon früher.
Dabei habe ich mir das so schön aufregend vorgestellt: einer Zeitreise gleich durchschreite ich das kleine Tor zum Criminal Court und beobachte vom Zuschauerrang aus, wie ehrwürdige Herren in lächerlichen Perücken ihre Fragen auf "Altenglisch" stellen. Wie damals bei "Zeugin der Anklage". Stattdessen schlängelte ich mich an unzähligen Fernsehkameras vorbei zur Drehtüre, nur um zu erfahren, dass heute schon alles vorbei ist. Die Verhandlungen enden eben, wenn die Richter keine Lust mehr haben.
Der Nachmittag ging mit einem RedVeg-Burger in der Dean-Street zu Ende. Statt fettiger Fleischlaibchen zwischen labrigen Salatblättern gabs Tofu-Gemüse-Laibchen mit knackigem Salat und bestimmt biologischem Ketchup. Alles very bobo und trotzdem lecker.
Abend: beim Picadilly Circus den Bonzenautos zuschauen. Maybach, Stretchlimo, Ferrari. Schnell ab in die UBahn auf der Flucht vor diesen ganzen auf Schick getrimmten Menschen.
Tag 2: Samstag ist Markttag. Darum diesmal statt Camden Lock Market lieber der Portobello Road Marketim schicken Notting Hill. Und wer weiß, vielleicht läuft uns ja Madonna über den Weg - immerhin ist sie gerade in London mit ihrer Show. Der Markt ist nett, es gibt überall Ledertaschen "for shlepping around" und Jerseykleider mit Sternen und Punkten. Und natürlich eine Menge alter Kleider, Gürtel, Jacken. In Modemagazinen würde stehen: "die Schuhe: Chanel, das Kleid: vitage". Dazwischen stellt eine Frau ihre drei hübschen Hunde zur Schau.
Dann der Höhepunkt des Urlaubs: eine Stadtführung durch die Backyards von Spitalfield mit zwei wirklich lustigen Typen, deren Namen ich natürlich vergessen habe. Einer Schauspieler, einer Autor.
Wir machen Zeitreisen, zeichnen Pentagramme mit Salz auf den Boden, zertrümmern Kürbisse auf offener Straße und zünden ein Feuerwerk an. Zwei Stunden dauert die Happening-artige Stadtführung und wir sind glücklich. Natürlich auch gescheiter als vorher, aber vor allem gut drauf. Diese Führung gibts jeweils die ersten beiden Samstage im Monat von April bis Oktober, Treffpunkt: 2:30pm Liverpool Station. Genaueres findet man im Magazin Time Out.
Die Führung endete bei der großen Truman-Brauerei in der Bricklane. Dort, wo im Innenhof ein Sandstrand aufgeschüttet ist. Strand ohne Wasser weit und breit. Dafür mit Blick auf die Abverkaufshalle, jedes Teil nur fünf Pfund. Alles von Miss Sixty. Alles in Kartons. Hunderte wühlende LondonerInnen dazwischen bei 30 Grad. Sauna-Shopping oder so.
Abend: Soho und China Town. Sehr viele Leute unterwegs. Es ist warm.
Tag 3, der nur ein halber Tag ist: Kurz ein Blick auf den Petticoat Lane Market, nur um schnell wieder umzudrehen in Richtung Spitalfield Market. Und noch vor dem Abflug ins V&A-Museum zur 60ies-Ausstellung. Schnell, schnell, denn die Ubahn-Fahrt zum Heathrow-Terminal dauert eeeewig.
Das wars. Wieder nicht viel gesehen, wieder zu viel übrig. I´ll be back.
Tag 1: Für den ersten Vormittag haben wir den anstrengendsten Teil der Reise geplant: Top-Shop. Der Modetempel am Oxford-Circus für das kleine Budget. 3 Ebenen, tausend Dinge und immer wieder schön. Anschließend zwei kleine Niederlagen: Temple-Church ist bis September geschlossen (also nichts mit dem ehrwürdigen Freimaurertreffpunkt um Geheimnisluft zu schnuppern) und nicht alle Verhandlungen in Old Baileys Criminal Court enden tatsächlich um 4pm. Manche auch schon früher.
Dabei habe ich mir das so schön aufregend vorgestellt: einer Zeitreise gleich durchschreite ich das kleine Tor zum Criminal Court und beobachte vom Zuschauerrang aus, wie ehrwürdige Herren in lächerlichen Perücken ihre Fragen auf "Altenglisch" stellen. Wie damals bei "Zeugin der Anklage". Stattdessen schlängelte ich mich an unzähligen Fernsehkameras vorbei zur Drehtüre, nur um zu erfahren, dass heute schon alles vorbei ist. Die Verhandlungen enden eben, wenn die Richter keine Lust mehr haben.
Der Nachmittag ging mit einem RedVeg-Burger in der Dean-Street zu Ende. Statt fettiger Fleischlaibchen zwischen labrigen Salatblättern gabs Tofu-Gemüse-Laibchen mit knackigem Salat und bestimmt biologischem Ketchup. Alles very bobo und trotzdem lecker.Abend: beim Picadilly Circus den Bonzenautos zuschauen. Maybach, Stretchlimo, Ferrari. Schnell ab in die UBahn auf der Flucht vor diesen ganzen auf Schick getrimmten Menschen.
Tag 2: Samstag ist Markttag. Darum diesmal statt Camden Lock Market lieber der Portobello Road Marketim schicken Notting Hill. Und wer weiß, vielleicht läuft uns ja Madonna über den Weg - immerhin ist sie gerade in London mit ihrer Show. Der Markt ist nett, es gibt überall Ledertaschen "for shlepping around" und Jerseykleider mit Sternen und Punkten. Und natürlich eine Menge alter Kleider, Gürtel, Jacken. In Modemagazinen würde stehen: "die Schuhe: Chanel, das Kleid: vitage". Dazwischen stellt eine Frau ihre drei hübschen Hunde zur Schau.Dann der Höhepunkt des Urlaubs: eine Stadtführung durch die Backyards von Spitalfield mit zwei wirklich lustigen Typen, deren Namen ich natürlich vergessen habe. Einer Schauspieler, einer Autor.
Wir machen Zeitreisen, zeichnen Pentagramme mit Salz auf den Boden, zertrümmern Kürbisse auf offener Straße und zünden ein Feuerwerk an. Zwei Stunden dauert die Happening-artige Stadtführung und wir sind glücklich. Natürlich auch gescheiter als vorher, aber vor allem gut drauf. Diese Führung gibts jeweils die ersten beiden Samstage im Monat von April bis Oktober, Treffpunkt: 2:30pm Liverpool Station. Genaueres findet man im Magazin Time Out.
Die Führung endete bei der großen Truman-Brauerei in der Bricklane. Dort, wo im Innenhof ein Sandstrand aufgeschüttet ist. Strand ohne Wasser weit und breit. Dafür mit Blick auf die Abverkaufshalle, jedes Teil nur fünf Pfund. Alles von Miss Sixty. Alles in Kartons. Hunderte wühlende LondonerInnen dazwischen bei 30 Grad. Sauna-Shopping oder so.Abend: Soho und China Town. Sehr viele Leute unterwegs. Es ist warm.
Tag 3, der nur ein halber Tag ist: Kurz ein Blick auf den Petticoat Lane Market, nur um schnell wieder umzudrehen in Richtung Spitalfield Market. Und noch vor dem Abflug ins V&A-Museum zur 60ies-Ausstellung. Schnell, schnell, denn die Ubahn-Fahrt zum Heathrow-Terminal dauert eeeewig.Das wars. Wieder nicht viel gesehen, wieder zu viel übrig. I´ll be back.