JUPE auf TWITTER gibt es hier: twitter.com/jupe140
JUPE im FACEBOOK gibt es hier: jupe@facebook .............................................................................
Sam aus Togo sitzt ein paar Plätze von mir entfernt. Er erzählt mal auf französisch, mal auf englisch und mal auf deutsch von seinen vielen Versuchen nach Europa zu kommen. Über Russland. Zu Fuß, im Schlauchbot, auf dem Zug. Ohne Essen, Trinken, Geld. Jetzt ist er da - studiert.
Sidyk sitzt uns gegenüber. Er erzählt auf tschetschenisch von seiner Flucht nach Österreich. Er ist Journalist und seiner Frau dankbar, dass sie ihren alten Nerzmantel mitgenommen hat. Sonst wären seine Kinder mitten im Weizenfeld erfrohren. Unterwegs.
Hisbavit kommt aus Äthiopien. Sie erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das sie im Park kennen gelern hat.
Dazwischen singt ein Waldviertler Chor von der schönen Heimat, von saftigen Wiesen und der Verbundenheit zum Land. Ein Film zeigt die Gesichter von WaldviertlerInnen, sie starren in die Kamera. Teilweise freundlich, oft skeptisch, verschlossen, abweisend. Klirrende Glassplitter und nervöses Schlagzeugtrommeln im Hintergrund sorgen für eine unruhige, bedrückende Stimmung.
Aktualität bekommt die Musik-Performance RADAR durch die vielen Meldungen der vergangenen Wochen über die Flüchtlingsströme von Afrika nach Europa - etwa über die Kanarischen Inseln.
Am kommenden Samstag (16.Sept 2006) findet die Musik-Performance nochmal statt. Und zwar im Filmclub Drosendorf (Gasthaus Failler, Drosendorf im Waldviertel).
Aus der Ankündigung:
Im Oktober 2005 stürmen hunderte Afrikaner den Zaun bei Melilla, der Europa von Afrika trennt. Einige erreichen das "gelobte Land", andere werden gefasst, in die Wüste transportiert, erschossen. Mehr als 6000 Menschen sterben iin den letzten zehn Jahren beim Versuche, in EUROPA eine Menschenwürdige EXISTENZ zu finden.
Ausgangspunkt der Musikperformance RADAR sind die Reise-Berichte dreier Imigranten, die aus verschiedenen Teilen der Welt aufgebrochen und im Waldviertel gelandet sind. Eine Odyssee quer durch Kontinente, Bürokratien-Schungel und überfüllte Warteräume. Ein Radar tatstet über Geschichten und Erfahrungen, Träume und Gefühle und projiziert sie auf der Bühne.
Zugleich zeigen Video&Musik die Landschaft und den Klang des Waldviertels.
Zur Einführung liest Corinna Milborn aus ihrem Buch "Gestürmte Festung Europa".
Musik: Herbert Lauermann
Videos: Erich Heyduck
Idee, Text & Regie: Eberhard Petschinka
Mit: Sidyk Bisayew, Sam Tchabson, Hisbavit Asheanfi und dem ensemble.voc.art 14
Link: Viertelfestival Niederösterreich: RADAR
Sidyk sitzt uns gegenüber. Er erzählt auf tschetschenisch von seiner Flucht nach Österreich. Er ist Journalist und seiner Frau dankbar, dass sie ihren alten Nerzmantel mitgenommen hat. Sonst wären seine Kinder mitten im Weizenfeld erfrohren. Unterwegs.
Hisbavit kommt aus Äthiopien. Sie erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das sie im Park kennen gelern hat.
Dazwischen singt ein Waldviertler Chor von der schönen Heimat, von saftigen Wiesen und der Verbundenheit zum Land. Ein Film zeigt die Gesichter von WaldviertlerInnen, sie starren in die Kamera. Teilweise freundlich, oft skeptisch, verschlossen, abweisend. Klirrende Glassplitter und nervöses Schlagzeugtrommeln im Hintergrund sorgen für eine unruhige, bedrückende Stimmung.
Aktualität bekommt die Musik-Performance RADAR durch die vielen Meldungen der vergangenen Wochen über die Flüchtlingsströme von Afrika nach Europa - etwa über die Kanarischen Inseln.
Am kommenden Samstag (16.Sept 2006) findet die Musik-Performance nochmal statt. Und zwar im Filmclub Drosendorf (Gasthaus Failler, Drosendorf im Waldviertel).
Aus der Ankündigung:
Im Oktober 2005 stürmen hunderte Afrikaner den Zaun bei Melilla, der Europa von Afrika trennt. Einige erreichen das "gelobte Land", andere werden gefasst, in die Wüste transportiert, erschossen. Mehr als 6000 Menschen sterben iin den letzten zehn Jahren beim Versuche, in EUROPA eine Menschenwürdige EXISTENZ zu finden.
Ausgangspunkt der Musikperformance RADAR sind die Reise-Berichte dreier Imigranten, die aus verschiedenen Teilen der Welt aufgebrochen und im Waldviertel gelandet sind. Eine Odyssee quer durch Kontinente, Bürokratien-Schungel und überfüllte Warteräume. Ein Radar tatstet über Geschichten und Erfahrungen, Träume und Gefühle und projiziert sie auf der Bühne.
Zugleich zeigen Video&Musik die Landschaft und den Klang des Waldviertels.
Zur Einführung liest Corinna Milborn aus ihrem Buch "Gestürmte Festung Europa".
Musik: Herbert Lauermann
Videos: Erich Heyduck
Idee, Text & Regie: Eberhard Petschinka
Mit: Sidyk Bisayew, Sam Tchabson, Hisbavit Asheanfi und dem ensemble.voc.art 14
Link: Viertelfestival Niederösterreich: RADAR