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picture taken by aimee blaskovic
Weblog von Julia Petschinka

 
Das hab ich mir nicht gedacht: nur knapp zwei Monate nach meinem letzten London-Aufenthalt bekam ich die Gelegenheit, wieder in die Themsenstadt zu fahren. Und wieder das gleiche Vorbereitungs-Szenario: ein Hotel suchen, das sich irgendwo zwischen nicht-zu-teuer und nicht-zu-grausig befindet. Überraschender Weise habe ich so eines gefunden.
Das Comfort Inn-Hotel in der Edgware-Road - und dann nochdazu gleich an der UBahn.
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In der Edgware Road gibts leckere indische Imbisse, frisch zubereitet und gar nicht teuer

Die meiste Zeit verbrachte ich diesmal in den ehrwürdigen Hallen der Royal Society - darüber hab ich für den SciBlog einen Beitrag verfasst: Royal Society von innen.
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Eine typische Ansicht in der Royal Society, alles sehr nobel, fein und leise

Freitag Nachmittag hatte ich die Gelegenheit, ein bißchen durch die Gassen zu ziehen. Also begab ich mich auf den Touristenpfad Trafalgar-Square -> the Strand -> Fleet Street.
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Trafalgar Square und die Uhr des Justizgebäudes an der Fleet Street

Von der Fleet Street gings durch eine unscheinbare Einfahrt zur Temple Church. Nachdem ich das letzte Mal im August leider das Pech hatte, vor verschlossenen Türen zu stehen, gings diesmal besser: die Umbauarbeiten sind zu Ende und ich konnte eintreten in die geschichtsträchtigen Räume.
Ich muss gestehen: ich war sehr überrascht. Schon alleine die Anordnung der Sitzbänke in dieser Kirche... da schauen nicht alle zum Altar, wie bei "uns", sondern richtung Mittelreihe. Dann die Musik! Wie in einem Supermarkt gabs Hintergrundberieselung: ein Organist hat leise Kirchenmusik gespielt. Das fand ich lustig. Ansonsten: da ich das Buch "Sakrileg" nicht gelesen habe und mich in Punkto Tempelritter und Freimaurertum nur sehr periphär auskenne, kann ich diese Kirche wohl nicht gebührend ehren. Naja.
Dafür ist der kleine Garten rechts daneben sehr schön. Öffentlich nicht betretbar, aber durch die Gitterstäbe haben mich die glühend roten Blätter angeleuchtet
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Der Garten neben der Temple Church

Am Samstag hatte ich den ganzen Tag für Sightseeing zur Verfügung - und habe mich auch gleich dabei ertappt, schon bekannte Routen abzugrasen. Spittalfield Market und Truman Brauerei, wie letztes Mal auch.
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Im Hof der Brauerei-Anlage

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Cafe 1001 auch dort; sieht ein bißchen aus wie im WuK-Hof in Wien

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Grad (wieder) mega-hip: 80er-Jahre Stiefel(etten), Pumps, Kleider

Es ist immer wieder schön dort, ich mag die Geschäfte und finde die Leute beobachtenswert. Da ich aber vergessen habe, dass der Markt nur am Sonntag ist, war ich zuerst ein wenig enttäuscht - aber das hat sich gleich wieder gegeben. Stattdessen fand nämlich "Scope London" dort statt: Eine internationale Messe für zeitgenössische Kunst. Sehr interssant. Vor allem die chinesischen Arbeiten! Trotzdem, dachte ich, sollte ich mir doch auch mal was anderes anschauen, oder? Also zurück mit der UBahn und entlang des Kanals zu "Little Venice" spaziert. Little Venice ist eine Ruhe-Oase. Wasser, Hausboote, kleine Cafés. Ein schöner Abschluß!
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Little Venice in der Nähe von Paddington Station... ringsum stehen übrigens irre große Villen. Auch sehr beeindruckend

Wie immer ist noch viel für die noch folgenden London-Besuche übriggeblieben. Ich freu´mich drauf!

Die anderen London-Geschichten gibts hier:
London I,
London II
lostintranslation meinte am 17. Okt, 13:33:
Ach wie schön...
London ist auch mal wieder auf meiner Liste. Das Hotel habe ich mir gleich notiert, ist ja immer eine echte Herausforderung, in London ein ok-Hotel mit ok-Preis zu finden. Gruß 
jupe antwortete am 17. Okt, 14:22:
ja, ich mag London auch sehr. Ich finds nur meistens nicht nur schön und cool sondern vor allem auch wahnsinnig anstrengend. Der Lärm und die Luft! Da bin ich immer ganz froh, wenn ich mal Augen, Ohren und Nase entspannen kann in irgendeiner ruhigen Ecke.
Ist schon ein Hammer, so eine große Stadt. 
lostintranslation antwortete am 19. Okt, 17:16:
ich liebe große städte, irgendwie... 
jupe antwortete am 20. Okt, 11:51:
ich eigentlich auch - drum muss ich immer wieder aus wien in eine "echte" großstadt. Trotzdem überfordern mich so megacities (von denen ich noch nicht so viele kenne) nach einiger zeit auch wieder (drum: zum glück gibts ja parks, oasen etc - besonders entspannend hab ich die japanischen gärten gefunden. die haben schon einen besonderen "ruhefaktor").

Ich hab in London ein interessantes Gespräch geführt mit einem Kollegen, der dort wohnt. Nach langem Überlegen hat er gemeint, dass im an der Großstadt London am besten gefällt, dass sie eigentlich aus vielen, aneinandergeklebten (naja) Dörfern besteht - dadurch gibt es einerseits das städtische Gefühl und andererseits auch das dörfliche, mit Nachbarschaft etc.
Ist doch in fast jeder Großstadt so, oder? In Wien zB die Grätzel, die oft kleiner als die Bezirke sind. Da kann auch sowas wie ein dörfliches Gefühl entstehen.
Ist das in Moskau auch so? 
 

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