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In der aktuellen Ausgabe des Magazins "Physics World" treffe ich auf ein bekanntes Gesicht und freue mich: Julian Voss-Andreae, einst: Quantenphysiker, jetzt: Bildhauer. Wir sind uns an der Uni Wien begegnet, seine Diplomarbeit war gerade geschrieben, meine steckte noch irgendwo zwischen Vakuumpumpe und Laserstrahl. Irgendwann war er verschwunden - nach Amerika zu seiner großen Liebe gezogen. Schade, denn er war eine erfrischende Bereicherung des Laboralltags. Klar, Quantenphysiker durch und durch - aber eben auch mehr: einst Sänger in einer Band und immer an Bildern und Skulpturen interessiert. Man merkt das, wenn Leute nicht nur durch die Quantenbrille auf ihre Arbeit schauen, sondern immer gleich auch andere Aspekte dazu betrachten können/müssen. Man merkt es daran, dass ihr Blickwinkel sich oft ändert, dass sie neben den physikalischen Fakten und mathematischen Gleichungen im Laboraufbau, in den Molekülen, in der Theorie eine ästhetische Eigenheit erkennen (wollen).
Mittlerweile arbeitet er als Bildhauer und verbindet die einstige Physik-Leidenschaft mit seiner Kunst. Seine Objekte sind ähnlich geblieben wie früher: Bucky-Balls (C60-Moleküle, die aussehen wie ein Fußball), Hämoglobin, DNA-Stränge. Nur mißt er mit seinen Objekten keine Quanteneigenschaften in komplizierten Aufbauten, sondern visualisiert sie so, dass sie niemand mehr übersehen kann. Diese kleinsten Moleküle, die niemand sehen kann - plötzlich sind sie aus Stahl oder Holz und mindestens 2 Meter groß. Stehen im Wald, im Museum, auf der Straße.
Er versucht, sagt er im Interview, Eigenschaften der Quantenwelt zu visualisieren. Etwa: wie sieht die Wellenfunktion eines sich bewegenden Menschen aus? Dazu hat er den Quanten-Mann geschaffen: eine 2,5m hohe Skulptur aus Stahl, die entweder gut zu erkennen ist (von vorne) oder beinahe verschwindet (von der Seite). Anton Zeilinger von der Universität Wien meint dazu in der August-Ausgabe des Science Magazins: "It shows that when you look at things from a different perspective they can look extremely different - that´s part of the quantum message". Ich finde, das ist nicht nur Teil der Quantenwelt, sondern der Welt im allgemeinen. Alles sieht anders aus, wenn man von einem anderen Blickwinkel draufsieht. Das habe ich nicht nur in der Schule in Darstellende Geometrie gelernt. Das ist auch Thema diverser Management-Seminare. Und das erfährt man täglich, wenn man aufmerksam kommuniziert. Aber natürlich gilt das auch in der Quantenwelt!
Und so sieht der Quantenmann aus:

Hier gehts zur Website von Julian Voss-Andreae
Das Interview in Physics World: Once a physicist
Der Beitrag im Science Magazin: Two Cultures
Mittlerweile arbeitet er als Bildhauer und verbindet die einstige Physik-Leidenschaft mit seiner Kunst. Seine Objekte sind ähnlich geblieben wie früher: Bucky-Balls (C60-Moleküle, die aussehen wie ein Fußball), Hämoglobin, DNA-Stränge. Nur mißt er mit seinen Objekten keine Quanteneigenschaften in komplizierten Aufbauten, sondern visualisiert sie so, dass sie niemand mehr übersehen kann. Diese kleinsten Moleküle, die niemand sehen kann - plötzlich sind sie aus Stahl oder Holz und mindestens 2 Meter groß. Stehen im Wald, im Museum, auf der Straße.
Er versucht, sagt er im Interview, Eigenschaften der Quantenwelt zu visualisieren. Etwa: wie sieht die Wellenfunktion eines sich bewegenden Menschen aus? Dazu hat er den Quanten-Mann geschaffen: eine 2,5m hohe Skulptur aus Stahl, die entweder gut zu erkennen ist (von vorne) oder beinahe verschwindet (von der Seite). Anton Zeilinger von der Universität Wien meint dazu in der August-Ausgabe des Science Magazins: "It shows that when you look at things from a different perspective they can look extremely different - that´s part of the quantum message". Ich finde, das ist nicht nur Teil der Quantenwelt, sondern der Welt im allgemeinen. Alles sieht anders aus, wenn man von einem anderen Blickwinkel draufsieht. Das habe ich nicht nur in der Schule in Darstellende Geometrie gelernt. Das ist auch Thema diverser Management-Seminare. Und das erfährt man täglich, wenn man aufmerksam kommuniziert. Aber natürlich gilt das auch in der Quantenwelt!
Und so sieht der Quantenmann aus:

Das Interview in Physics World: Once a physicist
Der Beitrag im Science Magazin: Two Cultures
jupe - am Dienstag, 7. November 2006, 11:00 - Rubrik: wissenschaftliches