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picture taken by aimee blaskovic
Weblog von Julia Petschinka

 
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Jetzt ist das popstarsuchen aka starmania vorbei. das finale wurde bei wein und chips, bohneneintopf und bier auf großbildleinwand verfolgt. wir haben gequietscht und gelästert und uns wie 12jährige aufgeführt. im leben braucht man ab und zu auch zeitreisenartige erlebnisse. dann kam die idee, ins moulin rouge zur aftershow-party zu fahren. also wurde ein freund angerufen, der ein guter freund vom guten freund vom mann von der frau und so weiter ist. dann ist es doch wieder gut, nicht erst 12 jahre zu sein, sonst wäre der freund wohl noch kein freund gewesen. vor dem moulin rouge auf anraten des freundes noch zur vip-party auf den küniglberg. dort war erst mal bei der gardarobe halt, denn unsere hadgelenke zierten noch nicht diese heiß begehrten bändchens. die brachte der freund. die bändchens waren weiß und mit ihnen durften wir zur vip-party.
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da waren sie, die seitenblicker und starmaniacs. standen in grüppchen, hielten ausschau nach anderen wichtigkeiten und kameras. es war schön und lustig zu beobachten. wahrscheinlich wäre es besser gewesen, doch wieder 12 zu sein, dann wäre die freude wohl größer und ungetrübter, das staunen noch kindlicher gewesen. nach fast zwei stunden als unbeteiligte unter den vips war die langeweile größer als das staunen und wir fuhren endlich ins moulin rouge. auch deshalb, weil unser favorit längst verschwunden war und wir ihm nicht gratulieren konnten.
angekommen im ehemaligen etablissement und trotz weißem bändchen um 10 euro ärmer war erstmal wieder nur fernsehen angesagt. der ground-floor war voller drängelnder fans, die sich um die kleine bühne scharten, auf der die tapferen sternchens nochmal die best-of-lieder singen mußten. wir aber im first floor mit ausblick auf schuhe und hosenbund der sangeskinder, mehr war nicht drin. schnell wurde auch dieser kompromiss langweilig und so wurschtelten wir uns nach dem "konzert" richtung meet-and-greet. ein langer, kurviger weg, vorbei an halb- und viertelprominenz, mit abstecher aufs klo, wo sich zwei mädchen bemühten eines der durchgeschnittenen bänder mit kaugummi am handgelenk zu befestigen. lustig, dachte ich. wozu machen die das bloß, fragte ich mich. sind doch schon drinnen. wie naiv ich war. angekommen bei meet-and-greet peilten wir unseren liebling an. der jedoch hatte genug, drehte sich weg und verschwand mit seinen starmania-kollegen über die hinterstiege richtung first-floor. kurze enttäuschung und dann der entschluß, wieder zu den entfernten bekannten, die im ersten stock warteten, zurückzukehren. tja, hier schlug plötzlich das gesetz der farbe zu. ihr wollt wieder hinauf? zeigt mal euer bändchen her! weiß? hm. leider nein. sagte der mann mit lautsprecher im ohr. dann wurde auch schnell klar, warum sich die mädchen am klo so sehr bemühten, dieses schwarze band festzukleben. schwarz, das bedeutete zugang zum ersten stock, wenn gleichzeitig auch die prominenz dort ist. weiß, das bedeutete warten und schließlich den abgang. immerhin war es schon 4h früh und ich bin ja nicht mehr 12 und glaube, einen security-menschen
mit vernunftappelierenden geschichten überzeugen zu können. und so viel adrenalin erzeugen starmaniacs dann doch nicht, dass ich mich bis weit in die nacht hinein mindestens halbsojung fühlen will.

ps: aber schon allein wegen hannes eders schuhe hat sich das alles ausgezahlt! :-)
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