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Weblog von Julia Petschinka

 
... leider etwas asynchron und Monate zu spät. Aber: So wars beim Konzert von Susana la gitana rubia und Angeles Gabaldon in der Sargfabrik. Erschienen ist die Beschreibung in der neuesten Ausgabe des deutschen Flamencomagazins anda.

DosMujeresII_7216----text aus der anda-----
Dos Mujeres II – Susana la Gitana rubia und Angeles Gabaldon
Sargfabrik Wien, 23. März 2007


Wenn zwei miteinander Flamenco tanzen, die nicht viel Zeit für gemeinsame Proben haben, weil sie tausende Kilometer voneinander entfernt wohnen, stehen meist Sevillanas am Programm. Oft ist das alles ganz nett und man denkt: ach schade, beide sind gut und ja, keine Zeit zum Proben. Gähn. Doch wenn wieder einmal alles anders kommt als das Vorurteil es erwartet, dann ist man umso gespannter. Überraschter. Erfreuter. Die an diesem Abend getanzten Sevillanas gleich zu Beginn sind herzerwärmend und liebevoll – und auch gleich der Höhepunkt des Abends, der sonst einem normalen Tablaoabend gleicht. Abwechselnd umtanzt eine die andere, welche auf einem Sessel sitzend dabei zusieht, sich freut und dann doch wieder mitmacht. Sevillanas an den Anfang eines Programms zu stellen ist mal was Neues, kommt nicht oft vor – und ist in dieser Interpretation einem Geniestreich ähnlich: durch diesen Tanz wird uns, dem Publikum, eine rosarote Brille aufgesetzt und wir sind harmonisiert. Und wenn uns die beiden Tänzerinnen zeigen, was sie voneinander halten, nämlich Hochachtung und Wertschätzung, dann glauben wir das gerne. Dann versuchen wir, nicht zu vergleichen. Dann versuchen wir, nicht zu bemerken, dass Angeles Gabaldon gelöst und frech wirkt (weil ihr großer Auftritt in Jerez erfolgreich vorüber ist?) und Susana la gitana rubia ein wenig abgelenkt (weil ihr großer Auftritt in Wien mit Goya noch bevor steht?). Wir versuchen ebenso wenig die beiden SängerInnen zu vergleichen: Amanda Carrasco singt diesmal die leichten Lieder, Mateo Gallito ist für das Tiefgründige zuständig. Ihre Rollen wirken vertauscht – umgekehrt, so sind wir uns einig, wäre es diesmal besser gewesen.
Aber lustiger weise ist das tatsächlich alles egal. Eingelullt und zufrieden erinnern wir uns an die anfängliche Sevillanasharmonie und verabschieden die Gruppe mit viel Getöse.
----ende anda-text----..

Link: Studio von Susana la gitana rubia in Wien: www.flamenco-academia.at
 

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