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Weblog von Julia Petschinka

 
anda73Die neueste Ausgabe des Flamencomagazins anda ist erschienen (und ich kann meinen Beitrag online stellen).
Im Mai 07 (ist schon etwas her...) fand im Wiener Lokal AERA ein Tablao-Flamencoabend der Tänzerin Gerda la Guita statt. Mein Text für die Rubrik "Bühne" der anda:



...anda-text...
Flamencoensemble La Guita mit „Entrada“, 12. Mai 2007, Lokal-Theater AERA, Wien
Einige meinen: Tanzbegleitung auf der Gitarre, das ist ungefähr das höchste der Gefühle. Aber ist es nicht so: Gesangsbegleitung – die Krönung für Flamencogitarre? Oder: Sologitarre – der Hit? Wahrscheinlich sind das drei Seiten der Flamencomünze, und alle gleich wahr. Nur, was ist dann: Tanzbegleitung, Gesang und Sologitarre all in one? Jedenfalls sehr verblüffend, wie ich seit diesem Tablaoabend weiß. Der Gitarrist, der die drei Aspekte in sich vereint, ist Morenito de Triana. Gemeinsam mit seinen zwei Kollegen (Cyro el Rubio an der Violine und Danito el Loco am Cajon) sorgt der ehemalige Gitarrist von Juan Polvillo für die musikalische Untermalung der Tanzeinlagen und überrascht mit Solostücken, die eines eigenen Konzertes würdig gewesen wären. Aber die drei aus Bratislava sind dennoch nur die Begleiter an diesem Abend. Gute Begleiter. Begleiter, die Sicherheit geben und einen Rahmen aufbauen, in dem sich die Wienerin La Guita mit ihren sechs Tänzerinnen tummelt.
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Einige von ihnen stehen zum ersten Mal alleine auf so einer Bühne im Mittelpunkt – und dann gleich mit einer langen Solochoreographie. Hut ab! Die Nervosität ist zu spüren, die Schritte sind angespannt. Aber es gibt sie an diesem Abend, jene magischen Momente, wo der Kopf aufhört zu denken und der Körper einfach tanzt. La Guita selbst tanzt nur zwei Solostücke. Sie hält sich zurück und lässt anderen den Vortritt. Was schade ist, denn sie steht nicht besonders oft auf der Bühne. La Guita liebt dramatische Posen, leidenschaftliche Gesten und verzierte Bewegungen. Umspielt von virtuoser Musik tanzt sie diesmal eine lustige Alegria und eine sehr ernste Solea mit Gänsehautpotenzial, bei der sie ganz innig und alleine auf der Bühne steht. Niemand drängt sich ihr in den Weg und dennoch ist sie nicht einsam. Das macht eben gute Begleiter aus, egal ob für Tanz oder Gesang.
... ende anda-text...

Link: Website von Gerda la Guita
aficionada meinte am 11. Okt, 16:18:
hallo lisa,
kann das sein, dass du mit la guita ein persönliches problem hast? ich finde nämlich auch, dass du allzu hart mit ihr u.a. ins gericht gehst. wir sollten froh darüber sein, dass es hier in wien überhaupt flamencolehrerinnen gibt und sich eine kleine szene aufgebaut hat. denn, was würden wir sonst tun? ich weiß auch, dass das niveau in spanien deutlich höher ist, aber kannst du es dir etwa leisten, nach spanien zu gehen? 
jupe antwortete am 15. Okt, 14:32:
Liebe Lisa,
da bist du in der Zwickmühle der KritikerInnen gelandet.
Ich finde es wichtig, wenn man Kritik ausspricht und kritisieren soll immer möglich sein. Ich finde aber, man muß als KritikerIn aufpassen, wie man was sagt. Klar sind einige persönlich beleidigt nach deiner Meinunsäußerung - du hast sie ja auch persönlich angegriffen. Und das sehr direkt und wenig konstruktiv. Ist ja auch auf eine gewisse Weise ok, weil es eben deine persönliche Sicht ist. Dass du jetzt aber selbst einen Rückzieher machst und meinst, dass du dann eben nichts mehr schreiben willst, finde ich schade. Ich freue mich immer, wenn du was schreibst. Auch wenns sehr sehr kritisch und persönlich gefärbt ist. So ist das eben, wenn man eine Meinung hat.
Ich hoffe, du postest weiterhin.
Viele Grüße, Julia 
aficionada meinte am 15. Okt, 16:16:
liebe lisa,
du hast mich leider auch missverstanden. ich habe überhaupt kein problem mit kritik, kann auch selbst gut mit kritik umgehen und umsetzen - wenn sie konstruktiv ist. ich finde ja gar nicht, dass du mit deinen einschätzungen zu sehr daneben liegst, du hättest nur deine worte etwas sorgfältiger wählen müssen, denn so klingen sie allzu angriffslustig. und nein, ich bin keine schülerin von la guita, somit auch nicht persönlich betroffen, nur interessiert.
liebe grüße 
carina.e meinte am 16. Okt, 21:49:
klosterneuburg
hallo,
ich war mit Freunden auch beim Flamencoabend in Klosterneuburg und habe im web mehr über die Gruppe fuente compás gesucht und dabei bin ich auch auf diese Seite gestoßen.
Uns hat diese Gruppe ausgesprochen gut gefallen. Die Musik war sehr ansprechend und hatte viel Gefühl. Wirklich tolle Musiker. Und den Tanz von Sabina fand ich kraftvoll und Stark im Ausdruck. Was hier viel fuera de compás gewesen sein soll kann ich nicht nachvollziehen. Es war für mich ein insgesamt sehr genußvolles Konzert.
Auch der Vorstellung von Susanna und Ihren Musikern konnte ich viel Schönes abgewinnen. Eleganter Tanz, stimmige Gitarre und die Sängerin Amanda sollte man noch extra erwähnen.
Diese beiden Gruppen werde ich gerne wieder mal anschauen.
Zur viel diskutierten La Guita habe ich es leider nicht geschafft aber das hole ich sicher noch nach.
Bei der ersten Formation, Flaco de Nerja und Sandra La Chispa war mir das Gefälle zwischen dem Können der Musiker und dem der Tänzerin zu Gunsten der Musik zu hoch. Aber trotzdem fehlte mir in der Musik Wärme und Ausstrahlung.
Ich habe einige Jahre in Madrid verbracht, der Flamenco ist mir ans Herz gewachsen und er wird mich auch hier in Österreich weiter begleiten.
Ich freue mich, dass es hier einige Leute gibt die Flamenco spielen auch ohne Spanier zu sein und die ich für sehr fähig halte ihn auch auf die Bühne zu bringen. Weiter so Leute 
jelja antwortete am 17. Okt, 13:20:
Hallo Lisa,
schon seit einiger Zeit besuche ich regelmässig dieses kleine und sehr informative Flamenco-Blog, doch erst die zuletzt entbrannte Diskussion um Klosterneuburg und alles darüber hinaus hat mich motiviert mich zu registrieren und zu posten...da ich selber als Profi-Musikerin regelmässig auf der Bühne stehe muss ich einfach sagen: hart zu kritisieren und selber nicht in der gleichen „Kunst-Disziplin“ auf der Bühne zu stehen ist immer schon einfach gewesen. Und, wer kann sich schon solch gnadenlose Kritik erlauben? Die beste Kritik wäre es selber besser zu machen. Ja, es wäre interessant dich mit Flamenco auf der Bühne zu erleben...auf dieses „Feuerwerk“ wäre ich sehr gespannt...Liebe Grüße,
jelja  
jupe antwortete am 17. Okt, 14:43:
Hallo Jelja,
ich bin nicht der Meinung, dass KritikerInnen die besseren KünstlerInnen sein müssen...
dazu hab ich einen neuen Beitrag geschrieben : http://jupe.twoday.net/stories/4357484/
Liebe Grüße - und schön, dass du hier schon länger mitliest und jetzt auch kommentierst. Das freut mich wirklich sehr!
Julia 
 

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