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Weblog von Julia Petschinka

 

londonJetzt steht mal ein bißchen Sight-&Shop-Seeing auf dem Programm.

EDIT (28.Feb):
Ein paar Erinnerungen vom London-Aufenthalt:
Auch wenn es dort (angeblich) nie unter Null Grad (Celsius) hat - es ist aufgrund der allesdurchdringenden Feuchte doch ziemlich kalt, unangenehm und nochdazu windig. Bekannter Maßen stört das die Engländerinnen nicht; ich glaube ja, sie bemerken es kaum. Ein Blick gen Himmel ("ah, die Sonne scheint!"), schon wird Minirock und Bauchfrei-Top angezogen. Und so trippeln sie neben den frierenden Touristen durch die Strassen. Argh!

Camden Market ist nur um 9:30 erträglich, weil dünn besiedelt. Schon eine Stunde später kann man sich nurmehr im Schneckentempo an Taschen, T-Shörts und dergleichen vorbeiwurschteln. Es gibt dort wohl seit Jahrzehnten das Gleiche - aber wenn man nichts anderes als Londons Klischee-Cool-Goodies erwartet ist man dort genau richtig.

Der Spitalfield-Market ist etwas kunstvoller und ideenreicher. Und am Weg dorthin durch die Bricklane haben wir sogar einen Teil einer ?indischen? Hochzeit miterlebt. Alle wunderbar schön angezogen - aber.... brrr, in den dünnen Seidenpatscherln und den Saris ohne Ärmel... bibber.
Das ganze Viertel ist überhaupt sehr empfehlenswert und skuril.

Einen Nachmittag haben wir in Oxford verbracht. Die Busverbindung (alle 10 Mintuten von Victoria Station weg) ist genial - nochdazu wo der Bus zurück quasi die ganze Nacht fährt. Oxford ist beeindruckend. Die ganzen alten Collages, Kirchen und Pubs... man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt. Aber wohin? Zu Harry Potter? Kein Problem: einfach schnell mal ins Collage, wo sie viele Szenen drehen. Zu Alice im Wunderland? Geht auch, wenn man an jenem besagten Zuckerlgeschäft vorbei geht, wo Alice immer eingekauft hat. Zu Herr der Ringe? Naja, wenigstens in die Entstehungs-Zeit - wenn man in das Stamm-Pub geht, wo Tolkien seine Werke angeblich verfasst hat.

Zurück nach London - Tate Modern. Endlich mal ein Ort zum chillen und aufwärmen. Im 7. Stock stehen Sofas in der Bar. Und man kann den schönen Ausblick auf die St. Pauls Cathedral geniessen und sich herrlich fühlen, wenn es draussen zu regnen beginnt und innen der Tee wärmt.

Ein einziges, kleines Wochenende in einer so großen Stadt wirft immer die gleichen Fragen auf: was anschauen? was weglassen? Meiner Meinung nach sollte man sich bei so wenig Zeit bloss nicht in den "das muss ich auch noch sehen"-Stressablauf begeben. Besser ist es wohl sich damit abzufinden, dass man sowieso nur sehr wenig und schon gar nicht alles anschauen kann. Ich picke mir lieber 2 Nettigkeiten heraus und streune die restliche Zeit durch die Stadt... funktioniert manchmal gut... solange bis ich an einem Gebäude vorbei komme und mich frage "was ist das eigentlich?". Und oft schliesse ich die Wochenenden ab mit "nächstes Mal muss ich mich besser vorbereiten".

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