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Die Ausgabe Nr 84 des Flamencomagazins anda ist erschienen. Ich schreibe in diesem Heft über den Auftritt von Susana, la gitana rubia, und Silvia de Paz in Wien.
---text aus der anda---

4.4.2009 „A Contratiempo“, Susana la gitana rubia und Silvia de Paz, Sargfabrik Wien.

Die Wiener Tänzerin Susana, la gitana rubia, hat endlich wieder zu einem Tablao-Abend geladen. Als Musiker konnte sie das dynamische Duo Martin Kelner (Gitarre) und Maria Petrova (Perkussion) verpflichten - ein eingespieltes Team, das die ganze Palette von rasant bis gefühlvoll in hoher Qualität beherrscht. Gemeinsam mit der Tänzerin Silvia de Paz aus Sevilla zeigten sie einen kontrastreichen Flamencoabend. Die beiden Tänzerinnen verkörpern völlig unterschiedliche Stile und boten damit dem Publikum eine Fülle an Bewegungsformen, so dass letztendlich für alle etwas dabei war. Während Susana, la gitana rubia, klaren Linien folgt und ihr Tanz fast kubistisch und reduziert wirkt, bewegt sich Silvia de Paz auf Kreisen. Ihr Stil ist geprägt von runden, fließenden Bewegungen, die speziell ihre Alegrías zu einem Ereignis werden ließen. Sie tanzte entspannt und genussvoll. Ihre Interpretation glich einem Sommernachmittag in einem schattigen Café unter duftenden Bäumen. In die gleiche Kerbe schlug der Sänger Francisco Contreras, El Nino de Elche, aus Alicante, der als zweiter Gast geladen war – für viele der eigentliche Star des Abends. Sicher, gelassen und in seiner Ausstrahlung die Bühne füllend, begleitete er die Tänzerinnen. Der Schelm saß ihm an diesem Abend im Nacken und er versprühte pure Lebenslust, die er in seiner Guajira bestens zum Ausdruck brachte. Da ließ sich sogar das eher zurückhaltende Publikum das Herz erwärmen und musste vor lauter Freude mitlachen, wenn er von den Frauen der Welt sang. Wie unterschiedlich sie sein können. Wie an diesem Abend: die eine blond, die andere schwarzhaarig. Die eine auf klaren Linien, die andere auf Kreisen tanzend.
---ende anda-text---
Links: Website des Magazins ANDA
Website von Susana la gitana rubia
 

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