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Die Herausgeberin der EMMA und Buchautorin Alice Schwarzer ist derzeit in Wien.
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Sie hat Lehraufträge an der Univeristät Wien und der Angewandten - ihre Vorträge sind öffentlich und ich kann sie jedem und jeder ans Herz legen. Ich finde es einfach unglaublich wichtig, so durchdachte, hinterfragende, zukunftsweisende Vorträge zu hören.

Mittwochs hält sie Vorträge für StudentInnen der Publizistik- zu berufsrelevanten Themen (Blatt-machen, Interviews,...). Und Donnerstags ist sie auf der Angewandten und spricht über gesellschaftspolitische Themen wie Pornographie+Kunst, religiöster Fundamentalismus, Männer-und-Frauen.
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Vergangenen Donnerstag war ich beim Vortrag über Pornographie. Hier ein paar Themen, die sie angesprochen hat.
Es ging zunächst mal um eine Definition, die die Grundlage für eine weitere Diskussion war. Und ihre Definition ist einfach und einleuchtend: Pornographie ist die Verknüpfung von Sexualität und sexuellem Begehren mit Erniedrigung, Gewalt und Verachtung. Hier geht es um Macht und nicht um Lust.
Im weiteren sprach sie über neurologische Studien und die Auswirkung vom Konsum von Pornografischem Material auf die Empathiefähigkeit der Menschen (viele davon sind in ihrem Buch "Die Antwort" ausführlich beschrieben).
Sie sprach darüber, was es für gesellschaftliche Auswirkungen hat, wenn die sogenannte "Zwangspornografisierung" weiter betrieben wird (also, wenn man sich nicht gegen den Konsum von pornografischem Material wehren kann, weil diese Themen immer mehr in den Alltag einfliessen - zB Werbung, Musikvideos,...). Als Beispiel brachte sie auch (und zeigte deutlichen Untersuchungsbedarf zu diesem Zusammenhang...) den Amoklauf von Tim K. in Winnenden, der hauptsächlich Mädchen und Frauen ermordet hat. Im Editorial der aktuellen Ausgabe von EMMA schreibt sie auch darüber.
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Übrigens: in der aktuellen EMMA gibt es ein Gespräch mit "Sven", der beinahe ein Amokläufer geworden wäre. Hier das online-interview dazu.

Was es bedeutet, wenn Pornographie in der Kunst thematisiert wird (was notwendig ist) hat sie an folgenden Beispielen thematisiert: die Ausstellung PornIdentity (Kunsthalle Wien) und Maria Lassnig (Mumok, wien) sowie an Beispielen der Künstlerin Elke Krystufek.
Schließlich noch ein historischer Rückblick auf die Pornografie und deren Liberalisierung - als paralleler Akt zur Emanzipation der Frau.

In der anschließenden Diskussion mit den ZuhörerInnen ging es um die neuen Rollen von Männern und Frauen in der Gesellschaft, um Prostitution, was die Kleidung für den Menschen bedeutet, um "mixed messages" von Frauen und darum, dass Pornografie ein schwerer, sexistischer Verstoss gegen die Menschenwürde ist (und genauso ernst genommen werden muss wie etwa Rassismus und Antisemitismus).
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Wie gesagt: solche Vorträge sind wichtig, um weiter darüber zu diskutieren, um Ansichten kennen zu lernen, um Meinungen zu bilden. Schön, dass so viele gekommen sind!

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