Soeben ist eine Woche Butoh-Tanz-Workshop mit Ko Murobushi im Rahmen von Impulstanz zuende gegangen. Wiedermal wars sehr intensiv und mittlerweile kann ich gut verstehen, warum bei diesem Workshop ZuschauerInnen nicht so sehr willkommen sind - es gibt ja auch nicht viel zu sehen. Keine Choreographie wie bei HipHop, keine schönen Körperübungen wie bei Contemporary oder Modern. Ganz im Gegenteil.
Wir haben die Stunden mit Übungen begonnen, die uns dabei unterstützen, das Körperzentrum, die Wirbelsäule und die einzelnen Körperteile bewußt wahrzunehmen und einzusetzen. Zunächst langsam und dann immer schneller, immer einen gewissen Schock und ein Risiko mit einzubeziehen, beides, glaube ich, die Grundlage von Butoh. Dann Fallen und Rollen und... viele Blaue Flecken. Schritt für Schritt haben wir die Übungen mit Geschichten verbunden, die Ko Murobushi angeleitet hat. Oft ging es um Gegensätze. Körperteile, die aus Metall sind (plötzlich. Wieder ein Schock) und langsam schmelzen. Wie bewegt man sich durch den Raum, wenn die eine Körperhälfte eingerostet ist? Und wie, wenn man komplett zur Flüssigkeit wird? Und wie, wenn sich das Metall in Staub auflöst? Eine Staubwolke.
Foto Laurent Ziegler, Vienna. von hier. website: www.unstill.net
Ein Thema, das sich durch viele Stunden gezogen hat war auch die Transformation aus dem Nichts in einen Vogel - mit Stimme. Und dann kam die Ikarus-Geschichte dazu - der Vogel hat Flügel aus Wachs, fliegt viel zu hoch, verbrennt in der Sonne (schockartig, in diesem Moment nicht wissend: werde ich weiterleben können, werde ich abstürzen?), schmilzt letztendlich, fällt in das darunterliegende Meer, sinkt immer tiefer, verwandelt sich in einen Fisch. Und dieser wieder in einen Vogel.
Immer wieder ging es darum, die innere Stille, die innere Balance und die innere Leere zu spüren und zu erleben.
Heute zum Abschluss haben wir in kleinen Gruppen 10minütige Improvisationen gezeigt. Es war interessant zu beobachten und selbst aktiv zu erleben, wie Butoh-Bewegungen und Intentionen in eine Improvisation einfliessen. Was passiert mit den Bewegungen, wenn man eine Woche Butoh mit Ko Murobushi hinter sich hat?
Hier noch Links:
hier im Blog: mehr zum Thema Butoh
Website von Ko Murobushi
Impulstanz
Fotograf: Laurent Ziegler, Vienna
Wir haben die Stunden mit Übungen begonnen, die uns dabei unterstützen, das Körperzentrum, die Wirbelsäule und die einzelnen Körperteile bewußt wahrzunehmen und einzusetzen. Zunächst langsam und dann immer schneller, immer einen gewissen Schock und ein Risiko mit einzubeziehen, beides, glaube ich, die Grundlage von Butoh. Dann Fallen und Rollen und... viele Blaue Flecken. Schritt für Schritt haben wir die Übungen mit Geschichten verbunden, die Ko Murobushi angeleitet hat. Oft ging es um Gegensätze. Körperteile, die aus Metall sind (plötzlich. Wieder ein Schock) und langsam schmelzen. Wie bewegt man sich durch den Raum, wenn die eine Körperhälfte eingerostet ist? Und wie, wenn man komplett zur Flüssigkeit wird? Und wie, wenn sich das Metall in Staub auflöst? Eine Staubwolke.
Immer wieder ging es darum, die innere Stille, die innere Balance und die innere Leere zu spüren und zu erleben.
Heute zum Abschluss haben wir in kleinen Gruppen 10minütige Improvisationen gezeigt. Es war interessant zu beobachten und selbst aktiv zu erleben, wie Butoh-Bewegungen und Intentionen in eine Improvisation einfliessen. Was passiert mit den Bewegungen, wenn man eine Woche Butoh mit Ko Murobushi hinter sich hat?
Hier noch Links:
hier im Blog: mehr zum Thema Butoh
Website von Ko Murobushi
Impulstanz
Fotograf: Laurent Ziegler, Vienna