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Weblog von Julia Petschinka

 

(Teil 1: hier im Blog)

Den zweiten MAPS-Samstag haben wir unter der Leitung der Tänzerin Lina Maria Venegas im Schweizergarten, im Heeresgeschichtlichen Museum und im Belvedere verbracht. Es war ein kontroversieller, von Gegensätzen geprägter Samstagvormittag.

Zunächst mal das Aufwärmen im Schweizergarten mit Übungen aus dem zeitgenössischen Tanz und Yoga. Schon hier beginne ich, den Platz anders zu wahrzunehmen. Verkehrt, schräg, die Wiese aus der Nähe, bis ich an ihr riechen kann. Ich höre meinen Atem und den Baustellenlärm.

Station 1 ist eine Wiese am Rand einer Baustelle mit einer Skulptur, einem kleinen Teich, einer Weide und Junkies, die sich hinter der Baustelle verstecken, um in Ruhe ihre Drogen konsumieren zu können. Die Stimmung und Energie schwankt zwischen Besorgnis, Ablenkung, Konzentration und ist jedenfalls irritiert. Aber ja, genau das ist auch Wien. JedeR sucht sich einen Platz und ein "Utensil" an dieser Stelle - in meinem Fall: ein Stück Baumrinde, das ich am Boden finde. JedeR für sich erarbeitet ein kurzes Tanzstück, jedeR betrachtet die anderen beim Tanzen. Zum ersten Mal zeigen wir her.
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Foto: (c) Lina Maria Venegas
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Foto: (c) Lina Maria Venegas
Danach laufen wir durch den Park zur Station 2. Eine Skulptur. Ein Elefant aus Stein sitzt im Raum, vor ihm eine kleine Lacke, neben ihm zwei Steinhocker. Es ist ein kindlicher Platz, der sehr beschützt und behütet wirkt. Wir setzen die Interaktionen mit Skulpuren fort, die wir in der Vorwoche im Stadtpark begonnen haben.
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Foto: (c) Lina Maria Venegas
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Foto: (c) Lina Maria Venegas
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Foto: (c) Lina Maria Venegas
Wir packen unsere Sachen und laufen weiter, quer durch den Park zum Heeresgeschichtlichen Museum, Station 3. Wieder ein totaler Gegensatz zu dem Ort, an dem wir uns zuvor befunden haben. Vor dem Museum stehen Gruppen von alten Bomben, Panzer, Flieger. Um schnell reagieren zu können, lassen wir unsere Rucksäcke am Rücken, unsere Jacken gut verpackt. Zunächst eine Interaktion mit den Bombengruppen... Besucher gehen vorbei und ich habe den Eindruck, sie bemerken uns nicht.
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Foto: (c) Lina Maria Venegas
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Foto: (c) Lina Maria Venegas
... und dann beim Hintereingang. Da ist ein Zaun, davor ein Stück Wiese und dahinter alte Panzerfahrzeuge. Wir bewegen uns als Gruppe entlang des Zauns.
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Foto: (c) Lina Maria Venegas
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Foto: (c) Lina Maria Venegas
Unsere letzte Station für diesen Tag ist der Garten des Schlosses Belvedere. Eine Erholung für die Sinne nach so einem kontroversiellen Vormittag. Wie erwartet sind millionen TouristInnen gemeinsam mit uns am selben Ort. Wir gehen eng beieinander durch den Park, verändern die Konstellation und Bewegungsart, bleiben aber stets eine Gruppe. Hier gibt es lustige und irritierte, aber stehts mit einem Lachen verbundene Reaktionen der anderen ParkbesucherInnen. Es ist ein fröhlicher Abschluss von MAPS #2.
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MAPS #3 findet am Samstag, 10. Oktober von 11-13h im Auer Welsbach Park und Schönbrunn statt. Neue TeilnehmerInnen sind wie immer herzlich willkommen - Informationen und Anmeldung direkt bei Lina Maria Venegas: liven01 @ yahoo . com

The experience is at each moment so enriching and brings further in many ways question as: . how do we read and react to the surroundings? . how do our body movement re-create, instantly, the meaning of an existent surrounding? The development that participants do find each time are spontaneous reactions towards permanently changing environments. Now is the point to ask, how do we read what we do in the surroundings, so that we get even more precise in our physical statements?

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