einstein
Obwohl das Einsteinjahr 2005 nun wirklich schon lange vorbei ist, verirren sich ab und zu doch noch Meldungen über den großen Zungenzeiger in die Nachrichtenkanäle. Wie heute: Es wurden Originalbriefe von Einstein gefunden, die er mit der Wiener Urania ausgetauscht hat bezg eines Vortrages (wien.orf.at, 25.4.06).Einstein scheint also nicht (mehr) in Vergessenheit zu geraten.
Manche nennen das unsterblich.
Und da frage ich mich: wenn man sich immer wieder durch alte Originalschriftstücke in Erinnerung rufen kann - was passiert mit uns, die wir beinahe vollkommen digital leben? Denn: Festplatten gehen in Rauch und seltsame Geräusche auf, emails (die moderne Form von Briefen?) werden gelöscht oder befinden sich in den kaputten Festplatten - und Websites (Weblogs) gehören dann wohl auch zu jenen Elementen, die dem digitalen Tod erliegen.
Wodurch also werden wir uns in Erinnerung rufen, wenn wir uns überhaupt in Erinnerung rufen wollen?
Zugegeben: Bei Einstein ist die Sache nicht ganz so trivial - es sind natürlich nicht seine Briefkorrespondenzen mit Veranstalertern, die ihn unsterblich machen.
Das Einsteinjahr ist seit 2 Tagen vorbei... viel ist gegen Ende hin nicht mehr geschehen, die top-stories wurden schon am Anfang des Jahres 2005 gebracht. Ich habe versucht, die Geschichten zu verfolgen - 27 Einträge hab ich während des Jahres über Einstein zusammengebracht (zu finden im Menü "einstein": http://jupe.twoday.net/topics/einstein/)Hier eine Zusammenfassung:
Am Anfang häuften sich die Biographien des Physikers. Wer war er, warum wird er gefeiert und: was hat Einstein mit mir zu tun? Ein Lesetipp von mir war Max Rauners Geschichte über Einsteins Erben: http://jupe.twoday.net/stories/460160/
Dann gab es diverse Special-Editionen der Wissenschaftsmagazine. Und alle versuchten, sich von den anderen abzuheben. Einen anderen Aspekt von Einstein zu bringen. Oder sonstwie aufzufallen. Zum Beispiel dadurch, das Sonderheft schon im November oder spätestens Dezember 2004 auf den Markt zu werfen. So gesehen begann das Einstein Jahr schon damals, würde ich sagen. http://jupe.twoday.net/stories/489896/
Irgendwann - es kommt ja doch alles ans Licht - trat auch wieder Alberts erste Frau Mileva Einstein-Maric ins Bild. Wie er sie schlecht behandelt haben soll, wie er ihr das Studium und letztendlich das Leben vermiest haben soll schreibt Andrea Naica-Lobell http://jupe.twoday.net/stories/470427/
Die Österreichische Zentralbibliothek für Physik stellte ihren LeserInnen die drei revolutionären Eintsteinarbeiten zum download zur Verfügung (gibt es noch immer) http://jupe.twoday.net/stories/493083/
und die Österreichische Akademie der Wissenschaften benamste ihre jährliche Vortragsreihe nach dem berühmten Zungenzeiger in "Einstein Lectures" und lud namhafte Vortragende ein, darunter auch den Nobelpreisträger Wolfgang Kettele. Die Vorträge gibt es mittlerweile als Audio-Lectures: http://jupe.twoday.net/stories/1048937/
Und dann zum Jubiläumsgeburtstag wurde ein Lichtstrahl rund um die Welt geschickt, und Österreich war mit dabei http://jupe.twoday.net/stories/460143/
Zum Abschluss gibts auf oe1.orf.at einen Beitrag über den Briefwechsel von Einstein und Freud: Warum Krieg.
Aber dann kann sich Einstein im Jahr 2006 ruhig ein wenig zurücklehnen und wahrscheinlich wird er wieder in jene Vergessenheit geraten, aus der er Ende 2004 entrissen wurde. Jetzt ist nämlich erst mal Mozart an der Reihe.
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Unter dem Titel "Einstein in Japan: A Travelogue" befasst sich in Tokio erstmals eine Ausstellung mit einem höchst bedeutsamen Ausschnitt im Leben des Albert Einsteins: seiner Reise nach Japan im Jahre 1922. schreibt science.orf.at am 19.12.2005.Im Rahmen des Einsteinjahres einerseits und des Deutschlandjahres in Japan wird die große Schau gezeigt.
Einstein besuchte Japan im Jahr 1922 und hielt dort zahlreiche Vorträge zur Relativitätstheorie. Er sprach vor tausenden Zuhörern, die die bahnbrechenden Theorien über Zeit, Raum und Licht von ihrem Schöpfer hören wollten. Einstein bereiste das Land von Sendai bis Fukuoka, überall wurde er freundlich, bisweilen frenetisch empfangen und war seinerseits ganz eingenommen von der fremden Kultur, die einen tiefen Eindruck auf ihn hinterließ. Seit seiner Züricher Zeit hielt er Kontakt mit Japanern, sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf privater Ebene. Dieser Austausch überdauerte die Kriege und wurde in Princeton fruchtbar weitergeführt, u.a. mit dem Nobelpreisträger Hideki Yukawa. heißt es auf der Website der Ausstellung.
Links: science.orf.at: Einstein in JapanEinstein in Japan - auf der Website von "Deutschland in Japan"
Einsteinjahr.de - über die Ausstellung
(aus der Ankündigung auf physics-web)
Anyone with a computer connected to the Internet will be able to watch a
live physics "webcast" taking place on December 1 between 11:00 and
23:00 GMT. The marathon event will consist of a series of talks,
discussions and other activities being held at physics laboratories and
science museums across the globe, from Switzerland to Taiwan and Egypt
to Antarctica. Physicists participating in the event will discuss the
work of Einstein and other topics in modern physics, including
relativity, gravitational waves, antimatter and neutrinos, and will be
available for questioning via email.
Link: Beyond Einstein - World Wide Webcast
Link zu Ankündigung auf Physics Web: Einstein to star in global webcast
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Auf science.orf.at findet man heute einen meiner Meinung nach etwas absurden Beitrag. Eine statistische Vergleichsstudie über Einstein und Darwin, und zwar bezogen auf deren jeweilige Briefkorrespondenz. Wieviele Briefe geschrieben, wieviele Antwortbriefe wann bekommen?
Dem zugrunde liegt ein Beitrag in nature "Human dynamics: Darwin and Einstein correspondence patterns" von J. G. Oliveira und A.-L. Barabasi erschien im Fachjournal "Nature" (Band 437, S.1251)
So steht da im science.orf.at - Artikel von Robert Czepel:
Albert Einstein und Charles Darwin waren fleißige Briefschreiber: Einstein hat in seinem Leben rund 14.500 Briefe verfasst, bei Darwin waren es immerhin halb so viele. Zwei Forscher sind nun tief in den Papierberg der beiden Korrespondenzen eingedrungen und haben dort nach verborgenen Mustern geschürft. Das Ergebnis: Das zeitliche Schreibverhalten von Einstein und Darwin lässt sich durch ein und das selbe Potenzgesetz beschreiben. Das heißt, dass es sehr viele Briefe gibt, die umgehend beantwortet wurden und ganz wenige, bei denen es äußerst lange dauerte, berichten Albert Laslo Barabasi von der Harvard University und Joao Gama Oiliveira von der Universität Aveiro, Portugal.
Link zum Artikel: Briefstatistik - Einstein und Darwin im Vergleich
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Anlässlich des Einsteinjahres gab es an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eine Reihe von Vorträgen rund um Themen, mit denen sich Albert Einstein beschäftigt hat - oder Themen, die aus Einsteins Ideen hervorgingen.
So sprach etwa der Physiknobelpreisträger von 2001, Wolfgang Kettele, über "Auf Einsteins Spuren: die kälteste Materie im Universum" oder der englische Sir Roger Penrose über "Is quantum mechanics 'incomplete' and do Einstein's principles help complete it? ".Alle Vorträge findet man als Audiolectures auf der Website der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter: Audiolectures

PS: ich bemerke, dass das Thema "Einsteinjahr" schon ziemlich aus der Mode der Wissenschaftsbeiträge gekommen ist... ab und zu gibt es noch ein kleines Anlass-Jubiläum, das einen Artikel rechtfertigt, aber sonst: tote Einsteinhose! Tja, das Jahr hat wohl doch nur bis März gedauert!
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3 Beiträge aus dem Gegenworte-Hefte-Schwerpunkt über Einstein finden sich bei Eurozine:
Ulrike Felt
Eine neue Kultur der Wissenschaft? Oder: Die Sehnsucht nach großen Männern und richtigen Events
Jürgen Trabant
Ein fahrender Platzregen. Einstein Verlieren, Einstein Feiern -- und Schiller
Hazel Rosenstrauch
Bausteine zu einer Theorie der Wiederjudmachung
Ulrike Felt
Eine neue Kultur der Wissenschaft? Oder: Die Sehnsucht nach großen Männern und richtigen Events
Jürgen Trabant
Ein fahrender Platzregen. Einstein Verlieren, Einstein Feiern -- und Schiller
Hazel Rosenstrauch
Bausteine zu einer Theorie der Wiederjudmachung
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Aus einer Rundmail des Teams des World Year of Physics:Help select Einstein as one of the Greatest Americans!
The Discovery Channel is running a series that seeks to discover who viewers believe is "The Greatest American." Einstein is on the list of 25 notable citizens whom voters have chosen so far. The current round of voting will narrow the list to the top five.
It is particularly appropriate that the series is taking place one hundred years after Einstein's 1905 miracle year, when he revolutionized much of modern physics by proving the existence of atoms and photons, discovering the Theory of Special Relativity, and writing down the most famous equation of all time, E=mc^2.
In addition, Einstein was an outspoken advocate of human rights who immigrated to the US in part because of his love and respect for the American way of life.
Einstein is competing with other great Americans like George Washington, Martin Luther King, Jr, Abraham Lincoln, Eleanor Roosevelt, and Rosa Parks, but you have several chances to vote. Isn't Einstein worth at least one?
Und weil ich nicht 100% damit einverstanden bin, gibts hier NICHT die Voting-Möglichkeiten... so viel Einstein-Werbung will ich dann doch nicht machen ;-)
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Die neue Ausgabe von GEGENWORTE, dem Heft für den Disput über Wissen, widmet sich im wissenschaftlichen JubelTrubel-Jahr natürlich Albert Einstein.
....
aus der Presseaussendung vom 2.Juni (über idw-Informationsdienst Wissenschaft):
Einsteinereien, Einsteinitis, Vereinsteinerungen
Wir präsentieren EINSTEINEREIEN, EINSTEINITIS, VEREINSTEINERUNGEN, das neue Heft der GEGENWORTE zur "Eventisierung der Wissenschaft" und ziehen eine erste kritische Bilanz des Einsteinjahres 2005.
Donnerstag, 16. Juni 2005, 19.30 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
GEGENWORTE - widmet sein aktuelles Heft ... tja, wem? Einstein? Nein, eher den Gedanken und Gefühlen, die unseren Autoren anlässlich der Einsteinfeiern durch den Kopf gegangen sind. Es sind Gegen- und auch Widerworte, kritische Auseinandersetzungen mit dem Event und der Eventisierung von Wissenschaft samt Fragen nach deren Nutzen, Nebenwirkungen und Irrtümern.
Wenn es um Kunst und Kultur geht, betont jeder Festredner, Politik soll fördern, nicht eingreifen. Und wie steht es mit der Wissenschaft? Das Erscheinen dieses Hefts ist Anlass für ein Gespräch über die glücklichen und unglücklichen Folgen der Annäherung von Wissenschaft und Politik.
Es diskutieren:
Dieter Simon, Christoph Markschies, Christiane Fellbaum und Ulrich Schollwöck, die das Einstein-Jubiläum in dem Heft aus unterschiedlichen Gesichtspunkten kommentieren. Moderation: Hazel Rosenstrauch
GEGENWORTE - Hefte für den Disput über Wissen werden herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
....
Link zu GEGENWORTE: www.gegenworte.org
Link zu Idw-Informationsdienst Wissenschaft.
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A new dance piece that celebrates Einstein's greatest scientific achievements will be premièred on the London stage this month. In Physics Web beschreiben der Choreograph und der Physikalische Berater die Arbeit am Tanzstück "constant speed".
Dancing to the ideas of Einstein.
Ein weiterer Artikel zu "Art and Science" in der gleichen Ausgabe von Physics Web: Let´s dance.Die Company hat es mit ihrem Stück sogar aufs Cover der Print-Ausgabe von Physics Web geschafft... sind ja auch wirklich schöne Fotos, die da entstanden sind.
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