FLAMENCO-WORKSHOP MIT JUAN CARLOS LÉRIDA IN WIEN, 27.-30.8, >>Link
.............................................................................
flamenco
Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich auf das ImpulsTanz-Festival in Wien. Auf die Kurse (dieses Jahr wirds für mich Butoh bei Ko Murobushi werden) und Vorstellungen. Immerhin: es ist Europas größtes zeitgenössisches Tanzfestival. Und das in Wien. Cool!
Und jedes Jahr, seit vielen Jahren, das gleiche Gefühl: Ich vermisse den Flamenco dort. Er würde dort perfekt hinpassen. Der Flamenco als offene Kunstform, die ständig in Bewegung ist. Der Flamenco als lebendiger Tanz im Hier und Jetzt.
Anfangs gab es jedes Jahr Flamenco bei ImpulsTanz. Zunächst von Nina Corti (Schweiz), die ich nicht kenne und niemals gesehen habe. Dann von Montse Sánchez und Ramon Baeza von Increpación Danza. Die Kurse waren immer ausgebucht - und für meine Auffassung passend zu ImpulsTanz, denn Montse und Ramon haben nicht den Folklore- und Volkstanz-Aspekt des Flamenco in den Vordergrund gestellt, sondern die Kunstform. Es gab keine getupften Röcke(*), die wild in der Gegend herumgewachelt wurden. Das einzige, was durch den Raum geflogen ist, waren unsere Körper.
Und dann war der Flamenco weg von ImpulsTanz. Von mehreren Seiten habe ich gehört: der Flamenco passt nicht mehr in das Konzept. ImpulsTanz konzentriert sich auf den zeitgenössischen Tanz, muss eine klare Linie verfolgen, da passt Flamenco nichtmehr hinein.
Das finde ich gut - nur: ich glaube, das stimmt nicht.
Nur so am Rande frage ich mich: was ist mit Hip Hop, Bollywood, Afro?
Ich vermute und befürchte, dass irgendwo in den ImpulsTanz-Köpfen ein festgefahrenes, möglicherweise veraltetes Bild von Flamenco entstanden ist, das dann tatsächlich nicht zum ImpulsTanz-Projekt dazupasst. Stimmt nämlich, ein Tupfenrock(*)-Traditions-Folklore-Flamenco passt wirklich nicht hinein. Aber das ist auch nicht alles am Flamenco. Flamenco kann und ist auch viel mehr. Mehr Intensität, mehr Offenheit, mehr Kommunikation. Flamenco ist nämlich nach wie vor lebendig, reagiert auf die Gegenwart, bewegt sich, verändert sich. Natürlich kommt es gerade hier auf die Personen an, die man einlädt. Aber es gibt sie: FlamencokünstlerInnen, die zeitgenössich denken und handeln und tanzen.
Einen Hinweis auf ein großes Flamenco-Missverständnis seitens ImpulsTanz habe ich im Programmheft von "Kino wie noch nie" (Open Air-Kino am Augartenspitz, 2.Juli-23.August) gefunden. Im Rahmen der Serie "Dancing Pictures" werden in Kooperation mit ImpulsTanz Tanzfilme gezeigt (suuuuper Idee, juhu!). Einer davon ist Carlos Sauras "Carmen" mit Antonio Gades und Paco de Lucia.
Bild von hier
Ein Meisterwerk des Flamenco-Tanzfilms mit guten Tänze(r)n, guter Musik und guter Geschichte. Spannungsgeladen und Tiefgründig. Und durch und durch FLAMENCO - aber das scheint nicht durchgedrungen zu sein, denn in der Ankündigung steht:
Der Film ist Carlos Sauras moderne, überaus erfolgreiche Ballettversion des Mythos um die Frau, die frei und keinem Mann verpflichtet sein will.
BALLETTVERSION ???
---
Hier nochmal die Links:
ImpulsTanz
Die Flamenco-Gruppe Increpación Danza
Filmprogramm @ Kino wie noch nie
Schwerpunkt "Dancing Pictures" @ Kino wie noch nie
Filminfo: Carmen con Carlos Saura @ Kino wie noch nie
Ergänzend dazu: "Dancing Pictures" in der ImpulsTanz-Festival-Lounge
(*)zum Tupfenrock: in Wirklichkeit ist es so, dass ich nichts gegen Tupfenröcke habe - sie sind hier als wunderschön-einleuchtende Metapher für einen bestimmten Flamencostil, eine bestimmte Flamenco-Auffassung verwendet.
Und jedes Jahr, seit vielen Jahren, das gleiche Gefühl: Ich vermisse den Flamenco dort. Er würde dort perfekt hinpassen. Der Flamenco als offene Kunstform, die ständig in Bewegung ist. Der Flamenco als lebendiger Tanz im Hier und Jetzt.
Anfangs gab es jedes Jahr Flamenco bei ImpulsTanz. Zunächst von Nina Corti (Schweiz), die ich nicht kenne und niemals gesehen habe. Dann von Montse Sánchez und Ramon Baeza von Increpación Danza. Die Kurse waren immer ausgebucht - und für meine Auffassung passend zu ImpulsTanz, denn Montse und Ramon haben nicht den Folklore- und Volkstanz-Aspekt des Flamenco in den Vordergrund gestellt, sondern die Kunstform. Es gab keine getupften Röcke(*), die wild in der Gegend herumgewachelt wurden. Das einzige, was durch den Raum geflogen ist, waren unsere Körper.
Und dann war der Flamenco weg von ImpulsTanz. Von mehreren Seiten habe ich gehört: der Flamenco passt nicht mehr in das Konzept. ImpulsTanz konzentriert sich auf den zeitgenössischen Tanz, muss eine klare Linie verfolgen, da passt Flamenco nichtmehr hinein.
Das finde ich gut - nur: ich glaube, das stimmt nicht.
Nur so am Rande frage ich mich: was ist mit Hip Hop, Bollywood, Afro?
Ich vermute und befürchte, dass irgendwo in den ImpulsTanz-Köpfen ein festgefahrenes, möglicherweise veraltetes Bild von Flamenco entstanden ist, das dann tatsächlich nicht zum ImpulsTanz-Projekt dazupasst. Stimmt nämlich, ein Tupfenrock(*)-Traditions-Folklore-Flamenco passt wirklich nicht hinein. Aber das ist auch nicht alles am Flamenco. Flamenco kann und ist auch viel mehr. Mehr Intensität, mehr Offenheit, mehr Kommunikation. Flamenco ist nämlich nach wie vor lebendig, reagiert auf die Gegenwart, bewegt sich, verändert sich. Natürlich kommt es gerade hier auf die Personen an, die man einlädt. Aber es gibt sie: FlamencokünstlerInnen, die zeitgenössich denken und handeln und tanzen.
Einen Hinweis auf ein großes Flamenco-Missverständnis seitens ImpulsTanz habe ich im Programmheft von "Kino wie noch nie" (Open Air-Kino am Augartenspitz, 2.Juli-23.August) gefunden. Im Rahmen der Serie "Dancing Pictures" werden in Kooperation mit ImpulsTanz Tanzfilme gezeigt (suuuuper Idee, juhu!). Einer davon ist Carlos Sauras "Carmen" mit Antonio Gades und Paco de Lucia.
Der Film ist Carlos Sauras moderne, überaus erfolgreiche Ballettversion des Mythos um die Frau, die frei und keinem Mann verpflichtet sein will.
BALLETTVERSION ???
---
Hier nochmal die Links:
ImpulsTanz
Die Flamenco-Gruppe Increpación Danza
Filmprogramm @ Kino wie noch nie
Schwerpunkt "Dancing Pictures" @ Kino wie noch nie
Filminfo: Carmen con Carlos Saura @ Kino wie noch nie
Ergänzend dazu: "Dancing Pictures" in der ImpulsTanz-Festival-Lounge
(*)zum Tupfenrock: in Wirklichkeit ist es so, dass ich nichts gegen Tupfenröcke habe - sie sind hier als wunderschön-einleuchtende Metapher für einen bestimmten Flamencostil, eine bestimmte Flamenco-Auffassung verwendet.
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Abgesehen vom wirklich ganz ganz speziellen Flamencoworkshop mit Juan Carlos Lérida in Wien (27.-30.August), den sich eigentlich keinE FlamencoliebhaberIn entgehen lassen sollte, gibt es auch noch weitere Sommer-Flamenco-Angebote in der Stadt:
Bild von hier
Gerda la Guita: Sommerkurse
Susana la gitana rubia: Sommerkurse
Maria la Vienesa: Sommerkurse
(weitere Links folgen, sobald ich die Sommerkurse der anderen LehrerInnen herausfinde - oder ihr sie mir schreibt)
Susana la gitana rubia: Sommerkurse
Maria la Vienesa: Sommerkurse
(weitere Links folgen, sobald ich die Sommerkurse der anderen LehrerInnen herausfinde - oder ihr sie mir schreibt)
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Wiedermal 2 Fernsehtipps zum Thema Flamenco, beides auf ARTE (aus dem Newsletter der Flamencozeitschrift ANDA, der übrigens immer hervorragende Tipps parat hält!):
arte, Samstag, 27.06.09 Magazin 22:25 - 23:10 Uhr (VPS 22:25)
Metropolis, Frankreich 2009
u.a. Thema: Moderner Flamenco. Beim diesjährigen Tanzfestival von Montpellier tritt eine neue, innovationsfreudige Generation von Flamencokünstlern auf, vertreten durch Mercedes Ruiz, Israel Galván und Andrés Marín. 'Metropolis' befragt die jungen 'Bailaores', wie sie sich von den starren Flamenco-Regeln lösen und ihre eigenen Interpretationen, Entdeckungen und Erkundungen einbringen konnten.
arte, Montag, 06.07. 09 23:10 - 00:05 Uhr (VPS 23:10)
Israel Galván - Ein andalusischer Tänzer, Frankreich 2009
Israel Galván spricht über das kulturell überlieferte Vokabular des Flamencos und dessen 'Metamorphose' - so auch der Name eines seiner ersten Stücke. Ein Tanzfilm.
arte, Samstag, 27.06.09 Magazin 22:25 - 23:10 Uhr (VPS 22:25)
Metropolis, Frankreich 2009
u.a. Thema: Moderner Flamenco. Beim diesjährigen Tanzfestival von Montpellier tritt eine neue, innovationsfreudige Generation von Flamencokünstlern auf, vertreten durch Mercedes Ruiz, Israel Galván und Andrés Marín. 'Metropolis' befragt die jungen 'Bailaores', wie sie sich von den starren Flamenco-Regeln lösen und ihre eigenen Interpretationen, Entdeckungen und Erkundungen einbringen konnten.
arte, Montag, 06.07. 09 23:10 - 00:05 Uhr (VPS 23:10)
Israel Galván - Ein andalusischer Tänzer, Frankreich 2009
Israel Galván spricht über das kulturell überlieferte Vokabular des Flamencos und dessen 'Metamorphose' - so auch der Name eines seiner ersten Stücke. Ein Tanzfilm.
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Die Ausgabe Nr 84 des Flamencomagazins anda ist erschienen. Ich schreibe in diesem Heft über den Auftritt von Susana, la gitana rubia, und Silvia de Paz in Wien.
---text aus der anda---
4.4.2009 „A Contratiempo“, Susana la gitana rubia und Silvia de Paz, Sargfabrik Wien.
Die Wiener Tänzerin Susana, la gitana rubia, hat endlich wieder zu einem Tablao-Abend geladen. Als Musiker konnte sie das dynamische Duo Martin Kelner (Gitarre) und Maria Petrova (Perkussion) verpflichten - ein eingespieltes Team, das die ganze Palette von rasant bis gefühlvoll in hoher Qualität beherrscht. Gemeinsam mit der Tänzerin Silvia de Paz aus Sevilla zeigten sie einen kontrastreichen Flamencoabend. Die beiden Tänzerinnen verkörpern völlig unterschiedliche Stile und boten damit dem Publikum eine Fülle an Bewegungsformen, so dass letztendlich für alle etwas dabei war. Während Susana, la gitana rubia, klaren Linien folgt und ihr Tanz fast kubistisch und reduziert wirkt, bewegt sich Silvia de Paz auf Kreisen. Ihr Stil ist geprägt von runden, fließenden Bewegungen, die speziell ihre Alegrías zu einem Ereignis werden ließen. Sie tanzte entspannt und genussvoll. Ihre Interpretation glich einem Sommernachmittag in einem schattigen Café unter duftenden Bäumen. In die gleiche Kerbe schlug der Sänger Francisco Contreras, El Nino de Elche, aus Alicante, der als zweiter Gast geladen war – für viele der eigentliche Star des Abends. Sicher, gelassen und in seiner Ausstrahlung die Bühne füllend, begleitete er die Tänzerinnen. Der Schelm saß ihm an diesem Abend im Nacken und er versprühte pure Lebenslust, die er in seiner Guajira bestens zum Ausdruck brachte. Da ließ sich sogar das eher zurückhaltende Publikum das Herz erwärmen und musste vor lauter Freude mitlachen, wenn er von den Frauen der Welt sang. Wie unterschiedlich sie sein können. Wie an diesem Abend: die eine blond, die andere schwarzhaarig. Die eine auf klaren Linien, die andere auf Kreisen tanzend.
---ende anda-text---
Links: Website des Magazins ANDA
Website von Susana la gitana rubia
---text aus der anda---
4.4.2009 „A Contratiempo“, Susana la gitana rubia und Silvia de Paz, Sargfabrik Wien.
Die Wiener Tänzerin Susana, la gitana rubia, hat endlich wieder zu einem Tablao-Abend geladen. Als Musiker konnte sie das dynamische Duo Martin Kelner (Gitarre) und Maria Petrova (Perkussion) verpflichten - ein eingespieltes Team, das die ganze Palette von rasant bis gefühlvoll in hoher Qualität beherrscht. Gemeinsam mit der Tänzerin Silvia de Paz aus Sevilla zeigten sie einen kontrastreichen Flamencoabend. Die beiden Tänzerinnen verkörpern völlig unterschiedliche Stile und boten damit dem Publikum eine Fülle an Bewegungsformen, so dass letztendlich für alle etwas dabei war. Während Susana, la gitana rubia, klaren Linien folgt und ihr Tanz fast kubistisch und reduziert wirkt, bewegt sich Silvia de Paz auf Kreisen. Ihr Stil ist geprägt von runden, fließenden Bewegungen, die speziell ihre Alegrías zu einem Ereignis werden ließen. Sie tanzte entspannt und genussvoll. Ihre Interpretation glich einem Sommernachmittag in einem schattigen Café unter duftenden Bäumen. In die gleiche Kerbe schlug der Sänger Francisco Contreras, El Nino de Elche, aus Alicante, der als zweiter Gast geladen war – für viele der eigentliche Star des Abends. Sicher, gelassen und in seiner Ausstrahlung die Bühne füllend, begleitete er die Tänzerinnen. Der Schelm saß ihm an diesem Abend im Nacken und er versprühte pure Lebenslust, die er in seiner Guajira bestens zum Ausdruck brachte. Da ließ sich sogar das eher zurückhaltende Publikum das Herz erwärmen und musste vor lauter Freude mitlachen, wenn er von den Frauen der Welt sang. Wie unterschiedlich sie sein können. Wie an diesem Abend: die eine blond, die andere schwarzhaarig. Die eine auf klaren Linien, die andere auf Kreisen tanzend.
---ende anda-text---
Links: Website des Magazins ANDA
Website von Susana la gitana rubia
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Heute beginnt in Dornbirn das zeitgenössische Tanzfestival "TANZ IST". Ich werde wohl aus der Wiener Ferne beobachten, was sich beobachten lässt.

Unter dem Namen "TANZ IST" gibt es insgesamt 2 Festivals am Dornbirner Spielboden. Eben jenes für zeitgenössischen Tanz im Juni und dann schon seit mehreren Jahren im Oktober ein Festival für Flamencokunst. Es ist mir ein wenig unerklärlich, warum ich noch immer nicht dort war. Das hat wohl (und es ist tatsächlich unangenehm, das einzugestehen) mit einer Hauptstädtischen Überheblichkeit zu tun, die ich ab sofort ablege. Dieses Jahr will ich dort sein - und das hat einen ganz bestimmten Grund: die eingeladenen KünstlerInnen der letzten Jahre waren allesamt herausragend und ... ok, dann verwende ich dieses Wort eben: revolutionär.
Juan Carlos Lérida hat sein Stück "El arte de la guerra" dort gezeigt und "Flamenco Elementar" wurde dort entwickelt. Also, wo sonst soll man sein, wenn man an Neuem teilhaben will, wenn nicht dort?
Und dann gibt es noch einen weiteren Aspekt, der mich interessiert: der Leiter des Festivals ist zeitgenössicher Künstler und Tänzer - und kein Flamencotänzer/Künstler. Warum macht er dann ein Flamencofestival? Was sind seine Ziele und Wünsche und wie versteht er den Flamenco?
Und deshalb wird er einer meiner nächsten Interviewpartner sein. Ich muss da mehr herausfinden.

Unter dem Namen "TANZ IST" gibt es insgesamt 2 Festivals am Dornbirner Spielboden. Eben jenes für zeitgenössischen Tanz im Juni und dann schon seit mehreren Jahren im Oktober ein Festival für Flamencokunst. Es ist mir ein wenig unerklärlich, warum ich noch immer nicht dort war. Das hat wohl (und es ist tatsächlich unangenehm, das einzugestehen) mit einer Hauptstädtischen Überheblichkeit zu tun, die ich ab sofort ablege. Dieses Jahr will ich dort sein - und das hat einen ganz bestimmten Grund: die eingeladenen KünstlerInnen der letzten Jahre waren allesamt herausragend und ... ok, dann verwende ich dieses Wort eben: revolutionär.
Juan Carlos Lérida hat sein Stück "El arte de la guerra" dort gezeigt und "Flamenco Elementar" wurde dort entwickelt. Also, wo sonst soll man sein, wenn man an Neuem teilhaben will, wenn nicht dort?
Und dann gibt es noch einen weiteren Aspekt, der mich interessiert: der Leiter des Festivals ist zeitgenössicher Künstler und Tänzer - und kein Flamencotänzer/Künstler. Warum macht er dann ein Flamencofestival? Was sind seine Ziele und Wünsche und wie versteht er den Flamenco?
Und deshalb wird er einer meiner nächsten Interviewpartner sein. Ich muss da mehr herausfinden.
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen

Der Tänzer und Choreograph Juan Carlos Lérida (Spanien) wird vom 27. bis 30.August in Wien Workshops geben, und zwar:
Kurs A: Technik für AmV/M - 145€
Kurs B: Technik und Choreographie por Seguiriya für M/F - 165€
Kurs C: Kreation und Improvisation im Flamenco für M/F - 145€

Anmeldung und weitere Informationen:
bei mir - julia . petschinka /at/ gmx.at
Kursort:
Academia Flamenca, Embelgasse 15, 1050 Wien
Links:
Website von Juan Carlos Lérida
Blog von Juan Carlos Lérida
Academia Flamenca, Wien
Juan Carlos Lérida ist ein innovativer, herausfordernder Lehrer und ein äußerst kreativer und einfühlsamer Lehrer. Seit seinem 3. Lebensjahr tanzt er Flamenco. In Sevilla und Barcelona studierte er außerdem Schauspiel, zeitgenössischen Tanz und Improvisation. Er unterrichtet am Institut del Teatre in Barcelona - und ist ein gefragter Lehrer auf internationalen Tanzfestivals. Neben seiner Tätigkeit als Tänzer ist er auch ein preisgekrönter Choreograph. Unter seiner Federführung fand im Februar 2009 zum ersten Mal der Zyklus "Flamenco Empírico" statt, an dem mehr als 50 Künstler teilnahmen (u.A Andres Marín, Israel Galvan, Rocio Molina, Olga Pericet...).
Mehr über den Zyklus "Flamenco Empírico" gibts zB als Tagebuch hier im Blog oder auf 3 Seiten in der ANDA Nr 83
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Hier ein kurzes Video der neuesten Produktion der Compañía Arrieritos.
EUROPA (el rapto) es un espectáculo que, partiendo del mito griego, se acerca a la realidad de un continente lleno de vallas que delimitan, aislan y prohiben. Es también un acercamiento a las sensaciones del raptado y la curiosa relación que establece con el raptor.
Die Compañía Arrieritos hat auch einen eigenen YouTube-Kanal: http://www.youtube.com/user/arrieritos
EUROPA (el rapto) es un espectáculo que, partiendo del mito griego, se acerca a la realidad de un continente lleno de vallas que delimitan, aislan y prohiben. Es también un acercamiento a las sensaciones del raptado y la curiosa relación que establece con el raptor.
Die Compañía Arrieritos hat auch einen eigenen YouTube-Kanal: http://www.youtube.com/user/arrieritos
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Was ist eigentlich moderner Flamencotanz? Und was ist zeitgenössicher Flamencotanz? Und was ist im Unterschied dazu.... "unmoderner" Flamencotanz? Gibts das überhaupt? Und ist nicht alles, was gerade JETZT passiert "zeitgenössisch"?
Anlässlich des Flamencofestivals in Düsseldorf hatte ich wiedermal mehrere Diskussionen zu diesem Thema, denn einige Veranstaltungen waren als "modern" und einige als "zeitgenössisch" angekündigt. Und ich hab nicht die geringste Idee, was das bedeuten soll. Ist nicht einfach alles "nur" Flamenco? Brauchen wir die Kategorien, damit wir uns auskennen (was, zumindest in meinem Fall, schon mal garnicht funktioniert)?
Wie gesagt, noch nie hab ich eine Ankündigung von "unmodernem" Flamencotanz gesehen... und ich glaube auch nicht, dass "traditionell und puro" damit gemeint sein könnten. Ganz im Gegenteil, ich denke, dass die Tradition ohnehin in allen drinnensteckt (ob es Flamencotradition oder eine andere Tradition ist...).
Und wie ist das nun mit dem "zeitgenössischen"? Da gibt es diesen radikalen Ansatz (wie oben beschrieben), der alles, was JETZT gezeigt und gesehen wird, als zeitgenössisch ansieht. Aber es gibt dann ja doch Unterschiede, sie sind deutlich sichtbar und vor allem deutlich spürbar - Unterschiede vielleich im Stil und nicht in der Ausdrucksweise? Oder umgekehrt: Unterschiede in der Ausdrucksweise und nicht im Stil? Oder ist der Unterschied die Herangehensweise an den Flamenco? Die einen wollen bewahren, erhalten, konservieren - die anderen weitergehen, aufbrechen, öffnen. Bedeutet das eine Folklore und das andere Kunst? Kann man diese Unterschiede wirklich so drastisch herausarbeiten? Sind das dann nicht schon wieder Schubladen - nur mit anderen Etiketten?
Ich muss gestehen: ich bin sehr verwirrt und plädiere in Wirklichkeit dafür, einfach alles nur FLAMENCO zu nennen. Und basta. Flamenco von dieser Person ist nun mal einfach ganz anders, als Flamenco von jener Person.
Immer so viele Fragen!
Anlässlich des Flamencofestivals in Düsseldorf hatte ich wiedermal mehrere Diskussionen zu diesem Thema, denn einige Veranstaltungen waren als "modern" und einige als "zeitgenössisch" angekündigt. Und ich hab nicht die geringste Idee, was das bedeuten soll. Ist nicht einfach alles "nur" Flamenco? Brauchen wir die Kategorien, damit wir uns auskennen (was, zumindest in meinem Fall, schon mal garnicht funktioniert)?
Wie gesagt, noch nie hab ich eine Ankündigung von "unmodernem" Flamencotanz gesehen... und ich glaube auch nicht, dass "traditionell und puro" damit gemeint sein könnten. Ganz im Gegenteil, ich denke, dass die Tradition ohnehin in allen drinnensteckt (ob es Flamencotradition oder eine andere Tradition ist...).
Und wie ist das nun mit dem "zeitgenössischen"? Da gibt es diesen radikalen Ansatz (wie oben beschrieben), der alles, was JETZT gezeigt und gesehen wird, als zeitgenössisch ansieht. Aber es gibt dann ja doch Unterschiede, sie sind deutlich sichtbar und vor allem deutlich spürbar - Unterschiede vielleich im Stil und nicht in der Ausdrucksweise? Oder umgekehrt: Unterschiede in der Ausdrucksweise und nicht im Stil? Oder ist der Unterschied die Herangehensweise an den Flamenco? Die einen wollen bewahren, erhalten, konservieren - die anderen weitergehen, aufbrechen, öffnen. Bedeutet das eine Folklore und das andere Kunst? Kann man diese Unterschiede wirklich so drastisch herausarbeiten? Sind das dann nicht schon wieder Schubladen - nur mit anderen Etiketten?
Ich muss gestehen: ich bin sehr verwirrt und plädiere in Wirklichkeit dafür, einfach alles nur FLAMENCO zu nennen. Und basta. Flamenco von dieser Person ist nun mal einfach ganz anders, als Flamenco von jener Person.
Immer so viele Fragen!
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Die Flamencotänzerin Adela Rabien hat ihre Dissertation in Hispanistik zum Thema "Das Bild der Frau in den Flamencoliedertexten" abgeschlossen - in der aktuellen Ausgabe des Flamencomagazins ANDA sind Teile davon abgedruckt. Und ich hoffe, dass weitere Teile folgen werden, denn dieses Werk ist unglaublich wichtig und aufschlussreich. Vielleicht gibts die Dissertation ja auch mal wo zum Download als pdf?Adela Rabien untersucht dabei nicht nur die Liedertexte an sich, sondern stellt auch die Frage, was es bedeutet, wenn es manche Texte nur aus männlichem Blickwinkel gibt (was sagen diese aus über das Frauenbild?), bzw wie Sängerinnen mit solchen Texten umgehen. Und: in wieweit werden Texte verändert? Welche Freiheit haben die KünstlerInnen bei der Auswahl der Texte und was bedeutet das für die Autentizität? Und noch tausend Fragen mehr - meist mit Antworten. Oder anregenden Reflexionen.
Alles nachzulesen in der aktuellen anda.
PS: wie kommt man eigentlich zur anda? Nun, da man das Magazin weder in Buchhandlungen noch in der Trafik (Kiosk) kaufen kann, muss man es einfach bestellen. Entweder Einzelhefte oder gleich ein Abo. (und zwar hier). Es gibt auch einige (wenige) direkte Bezugsquellen der anda - in Österreich geht das über die Tänzerin Susanne Heinzinger, la gitana rubia
das bild ist von hier
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Seit kurzem gibt es neben dem Newsletter der anda, der sowieso meiner Meinung nach die Grundausstattung der Flamencoinformation ist, auch einen ausführlichen Newsletter von La Solea, dem Freiburger Zentrum für Flamencokunst (D). Vieles davon ist zwar interessant, aber oft zu weit weg für mich zur Zeit (zB die Kursankündigungen etc) - aber viele Dinge kann ich sehr gut gebrauchen. Die Tipps, Links, Ankündigungen über den Tellerrand hinaus. Ein wirklich gelungener Newsletter, muss ich sagen - wow!
Hier ein paar Tipps daraus - zum Thema Flamenco im (Kabel)Fernsehen:
Mittwoch, 29.04.2009 um 21.50 Uhr auf ORF 2
Seitenblicke Europa - "Cadiz/Jerez"
Donnerstag, 14.05.2009 um 22:30 auf ARTE
Internationaler Movimentos Tanzpreis 2009 für Mercedes Ruiz
Sonntag, 17.05.2009 um 21:45 auf 3SAT
Die dünnen Mädchen - "Der Schrei nach Hilfe"
(darüber hat die anda, ausgabe 82 berichtet)
----
Flamenco-Newsletter bestellen:
ANDA - direkt über die Startseite (rechts, einfach eintragen)
La Solea: Email schicken (info @ la-solea.de)
Wisst ihr weitere Flamenco-Newsletter?
Hier ein paar Tipps daraus - zum Thema Flamenco im (Kabel)Fernsehen:
Mittwoch, 29.04.2009 um 21.50 Uhr auf ORF 2
Seitenblicke Europa - "Cadiz/Jerez"
Donnerstag, 14.05.2009 um 22:30 auf ARTE
Internationaler Movimentos Tanzpreis 2009 für Mercedes Ruiz
Sonntag, 17.05.2009 um 21:45 auf 3SAT
Die dünnen Mädchen - "Der Schrei nach Hilfe"
(darüber hat die anda, ausgabe 82 berichtet)
----
Flamenco-Newsletter bestellen:
ANDA - direkt über die Startseite (rechts, einfach eintragen)
La Solea: Email schicken (info @ la-solea.de)
Wisst ihr weitere Flamenco-Newsletter?
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen