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mein wien

hier wieder ein paar "Stadtgespräche":

das Schönste zuerst:
juliaIloveyou
Es ist schon ein irres Gefühl, sowas zu entdecken... (Garageneinfahrt im 5. Bez)
nothingbutsilence
geld
und a propos finden - das hab ich auf der Straße gefunden... die Geschichte des Mannes ist Beeindruckend und ich überlege, ob das etwas für mich zu bedeuten hat und was eigentlich?
smiles1
nowisanothertime
isithotinhere
whoami

Straßennachrichten der letzten Wochen:
stayuplate
ausgerechnet an einem tag, an dem ich so müde war... bin trotzdem ins bett gegangen
ilove
yes, of course!
stormydaysofhope
dancingfriends

Spielkarten / Tarotkarten / Puzzlesteine auf der Straße zu finden hat schon seinen besonderen Reiz und läßt viele Interpretationen zu. Das mag ich...
amante
pik4
puzzle

Und wieder ein paar Straßen-Nachrichten von den letzten Wochen:
IMG_0945
on the move - from adventure to precious silence (Mariahilferstraße)
wien_museumsquartier-7-
Ja, je suis dadada (Museumsquartier)
wien_ring
(Ringstraße, Club Passage)
wien_millergasse-3-
eine vage Vorstellung (Wien, Millergasse)
wien_kaiserstrasse-3-1
(Kaiserstraße)
wien_embelgasse-3-
Es fühlt sich wirklich gut an, so eine Glückskarte auf der Straße zu finden! (Embelgasse)
free
"free your mind - and the rest will follow" (en vouge | Schönbrunnerstraße)

So typisch in Wien: mitten in den Weinbergen stehen, auf die schöne Stadt schauen, einen weißen Spritzer trinken und ein Liptauerbrot essen!

nussdorf-7-
Der Winzerwagen kreuzte den Weg in Nussdorf. Und da steht man dann tatsächlich MITTEN IM WEINBERG herum.

Baustellen haben für mich einen besonderen Reiz - insbesondere, wenn Häuser abgerissen werden oder neu eingerichtet werden. Sie strahlen Verletzbarkeit und Wandel aus. Und sind staubig, deshalb bin ich auch immer wieder froh, einfach wieder verschwinden zu können. Mit schönen Eindrücken.
timeisonmyside
Time is on my side
lettherebelight

die fotos sind im mediaquarter marx entstanden

Ich mag das, wenn mir Bilder ins Auge springen, die irgendwie passen. Was heißt irgendwie??? sehr sogar!

sensless
The anatomy of a sensless thought (5. Bezirk, Sonntag 30.8.09)
purse
Empty your purse and start a new life (Elke Krystufek), (U3-Station Volkstheater, Montag 31.08.09)

Gestern war ich in der Ausstellung The Death of the Audience in der Wiener Secession. Im Prinizp sehr gut (ist das nicht ein tödlicher Anfang für einen Satz? Ist nicht alles, was danach kommt schon gestorben? Aber gut, in diesem Zusammenhang vielleicht doch möglich), etwas chaotisch und womöglich im großen Raum zu laut. Und trotzdem sehr intensiv für mich.

Es gab viele schöne Details - der Raum mit den Papierstreifen, die Beschreibung einer Tanz-Improvisation, kleine Bilder, große Wände. Und kein Text. Das fand ich erstaunlich. Es gab keine Erklärung für Leute, die ohne Führung durch die Ausstellung gehen. Interessanter Zugang, ja, aber ich fürchte, dass da womöglich zu viel verloren geht. Oder nicht? Weiß nicht.

Aber schon alleine wegen dem Gefühl, durch den Raum mit den Papierstreifen zu gehen, kann ich die Ausstellung empfehlen. Einmal durch, wieder zurück, innen drinnen stehenbleiben, schauen. Für mich ein schönes, etwas unheimliches Gefühl. Brrrr.
the_death_of_the_audience_12
The Death of the Audience, Ausstellungsansichten, Secession, 2009, Foto: Wolfgang Thaler. Foto von hier
Links:
Ausstellung: The death of the audience (deutsch)
Exhibition: the death of the audience (english)

Im Rahmen von Trans SIT wird am 11. September der Wiener Urban Loritz-Platz zu einem Schauplatz umfunktioniert. Menschen mit Migrationshintergrund zeigen, wie sie ihr Leben in Wien verstehen.


Tran SIT
findet im Rahmen von "Urban Moves" statt. Urban Moves macht Unterschiede sichtbar und lädt alle Passanten ein, den Platz bewusst als Transitplatz wahrzunehmen, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der vorbeikommenden Menschen zu erkunden und dem nachzuspüren. In Dialog treten kann man, in dem man sich an einen Tisch setzt, gemeinsam isst, miteinander spricht, zuhört und verstehen lernt.

Aktionstag “Wien lebt - Vielfalt Stadt Einfalt”
Location: Urban-Loritz-Platz
Datum: 11. September 2009


Tran-SIT! / Urban Moves ist eines der 7 Projekte, die rundum das Thema “Wien lebt - Vielfalt Stadt Einfalt” von Stadtimpuls gefördert werden und teilweise am Aktionstag gebündelt über die Bühne gehen.

Vorläufiges Programm
* Tran-SIT / Urban moves: PassantInnenbefragung und gemeinsame Tafel - durchgehend von 11:00 bis ca. 19:00.
* Tanz die Toleranz: ca. 14:00 - 15:00 und 18:30 bis 19:30
* Kartenspiel/Rollenspiel: ca. 15:00 bis 18.00 (drei mal für bis zu 20 MitspielerInnen)
* Wanderausstellung: „Miteinander Leben” - ganztags (Grüne Bildungswerkstatt)
* Improvisationstheater „mind the gap”: ca. 15 bis 17:00

Der Vollständigkeit halber - und weils so schön war:
SONNTAG in Wien, das kann schon was. Noch dazu, wenn endlich endlich die Sonne scheint!
Dort, wo sich noch am Vortag Menschen die Elbogen in die Rippen gedrückt haben, ist plötzlich Stille. Der Naschmarkt ist für mich das beste Beispiel dafür. Und deshalb: Sonntag ist Naschmarkt-Zeit. Eigentlich gehe ich einen klassischen Touristenweg quer durch Wien, aber eben zur "falschen" Zeit. Naschmarkt - Kunsthalle - Karlsplatz.
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Alles ist leer. Alles ist zu. Die Stühle sind auf den Tischen. Leise wischen Menschen Böden auf. Der Tag danach ist langsam und ruhig.
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Eingemottete Kunsthalle? Oder warum der ganze Lavendel?
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Sogar der Karlsplatz ist wenig besucht an diesem Tag. Irgendwo sitzt da noch ein Akkordeonspieler und liefert den Soundtrack zu diesem Touristenprogramm. Ein argentinischer Tango.

Samstag ist Markttag. Also gehts so entspannt wie möglich die Brunnengasse entlang bis zum Yppenplatz. Zwischenzeitlich frag ich mich: wo bin ich? Wien? Ja, Wien!!! Wien ist tatsächlich an manchen Orten offensichtlich multikulturell. Gut so und herrlich erfrischend, andere Sprachen zu hören, andere Leute zu sehen, anderes Gemüse zu riechen.
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brunnenmarkt
In meinem Reiseführer (ja, hab ich mir tatsächlich gekauft. Sowas hat man doch als Touristin, oder?) steht, dass in Wien besonders der Gegensatz zwischen Alt und Neu so spannend ist, weil alles so nahe beinander steht. Wie hier:
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Der Yppenplatz am Ende oder Anfang des Brunnenmarkts (ist ja immer eine Frage der Perspektive) repräsentiert ja nicht wirklich den Markt. Alles ist hier viel zu aufgeräumt. Für mich ist der Kontrast zu groß (aber... ähm... ist das nicht typisch, wie ich oben geschrieben habe?). Das reale Leben am Markt und dann das schicke, entspannte Urlaubsleben am Platz. Gut, hier zücke ich die Touristenkarte und sage: ich denke ein anderes mal darüber nach. Today I am a tourist.
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Am Abend dann ein anderer Wienblick - von oben. Es ist schon praktisch und ein Luxus, jemanden mit Dachterrasse zu kennen (und eingeladen zu werden, diese auch zu geniessen!). Zum Glück ists dann noch schön geworden. Endlich!
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