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politik
Wie hier schon erwähnt, war ich heute mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek unterwegs. Ich war als unabhängige Bloggerin eingeladen, sie bei ihrer Tour durch Salzburg zu begleiten (Salzburg deshalb, weil es mit meinem Terminkalender grad gut gepasst hat... so einfach, so banal).
Mein heutiger Tag stand für mich aber weniger unter dem Motto "unterwegs mit", sondern vielmehr: "unterwegs ZU...". Denn bevor ich mitten in einen Betriebsbesuch platzen konnte, war ich laaange unterwegs mit der ÖBB. Und mittendrinnen hab ich mich gefragt: heißt ÖBB vielleicht "Österreichischer Budhismus-Bund?". Nachdem nämlich der Rail-Jet (wohl eher ein Fail-Jet heute) stehen blieb, kam die Durchsage: "wir bitten um Entschuldigung, es kommt zu einem Aufenthalt von 30 Minuten bis zu 2 Stunden". Und dann gibt es ja sofort viele Gerüchte, was da passiert sein könnte. Irgendwann stand "Entgleisung" im Abteil... aber das konnte wohl nicht sein, so ruhig und gerade, wie wir da auf den Gleisen standen. Dann im Schneckentempo weiterrollen und einem SchildbürgerInnenstreich aufsitzen: Während wir nämlich vom Schienenersatzverkehrsbus zu einem anderen Bahnhof gefahren werden, sehen wir, wie unser Rail-Jet schnell und pumperlgesund durch ebendiesen flitzt. Macht ja nix, Geduld und Gelassenheit üben steht an der Tagesordnung. Einatmen - Ausatmen.
Gut, also habe ich den ersten Tagesordnungspunkt verpasst - eine Medienaktion auf einem Salzburger Platz. Hätte mich interessiert, was diese "Aktion in öffentlichem Raum" aus Sicht der Politik bedeutet. Nachdem ich in letzter Zeit so viele Aktionen im öffentlichem Raum aus Sicht von Tanz und Improvisation mitgemacht habe. Gut, eben diesmal nicht.
In den zweiten Tagesordnungspunkt platze ich hinein, weil ich auch dafür eigentlich zu spät dran bin. Mit dem Taxi zur Firma Wiberg. Frau Ministerin Heinisch-Hosek besucht im Rahmen ihrer Bundesländertour (ha, fast hätte ich BundesländerInnen-Tour geschrieben. Genderautomatismus!) Unternehmen und diskutiert die Initiative www.lohngerechtigkeit.at. Exakt NACH dieser Diskussion stolpere ich mit meiner knallrosa Weste in den Raum mit dem großen Tisch, um den Geschäftsführer der Firma Wiberg, Landeshauptfrau Burgstaller, Ministerin Heinisch-Hosek und MitarbeiterInnen sitzen. Ein einziger Platz ist frei - der Vorsitz am Tisch. "Oh, der Vorsitz - na gut.". "ähm, gehören Sie zu uns?". Und so geht das ein paar peinliche Minütchen weiter, bis sich alle wieder beruhigen. So, dann bin ich also auch wiedermal typisch aufgetreten ;-)
Die Diskussion geht etwas holprig weiter und der Besuch ist ein typischer Betriebsbesuch. Ich bin als Bloggerin vorgestellt und habe keinen Laptop mit. Und ich muss gestehen: ich weiß zunächst auch nicht so recht, was es bedeutet, als Bloggerin mitzukommen. Denn: das ist kein Parteitag mit JournalistInnen-Tisch und BloggerInnen-Tisch, keine öffentliche Veranstaltung... Also schreibe ich in mein Notizbuch (old school mit Füllfeder auf Papier) die Themen der Diskussion (Karenzierungsmodell, Familienfreundlichkeit des Unternehmens - Urlaubshaus in Südfrankreich! -, Betriebsrat???, Gastrosophie,...). Wurde von mir erwartet, dass ich die ganze Zeit live blogge? Ich hoffe nicht. Ich hätte das nicht gewollt, und ich stelle mir vor: das wäre im Rahmen so eines Besuchs auch wirklich extrem irritierend gewesen. Denn so ein Betriebsbesuch ist doch auch etwas intimes. Keine JournalistInnen sind anwesend. Ich habe den Eindruck, Themen werden einerseits direkt angesprochen, aber dann auch wieder nicht konsequent weiterdiskutiert. Es bleibt wahnsinnig oberflächlich und glatt, Kritik wäre an mehreren Stellen möglich gewesen, wurde aber von niemandem angesprochen. Aber bei solchen Betriebsbesuchen geht es wohl nicht um Kritik sondern um Anwesenheit und Diskussionsmöglichkeit. Was dann auch immer daraus gemacht wird. Und in diesem Fall auch: um ein direktes Ansprechen der Vorhaben gegen die Lohnungerechtigkeit von Frauen und Männern. Denn jaja, natürlich ist theoretisch das alles eine Frechheit, dass Frauen für gleiche Arbeit noch immer weniger verdienen - aber wenn es konkret wird, dann ... ähm...
Den Weg zur Station Nummer Drei lege ich mit der Frau Ministerin gemeinsam in ihrem Auto zurück. Das ist bequem und sehr nett. Ich bekomme jetzt die Gelegenheit, mich etwas ruhiger vorzustellen und auch über meine persönlichen Erfahrungen mit Gehaltsverhandlungen zu sprechen, und so Dinge, die man notgedrungen in einem männlich dominierten Arbeitsumfeld erlebt...
Dann die dritte Station - angekommen im echten Leben: der Verein V.I.E.L.E, ein gemeinnütziger Verein für Frauenanliegen, der ein interkulturelles Frauenzentrum und eine Familienberatungsstelle führt. Wir werden von vielen Beraterinnen und Lehrerinnen und Teilnehmerinnen empfangen, sitzen um einen riesigen Tisch. Reihum stellen sich alle vor. Frauen aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus der Türkei, aus Afrika, die teilweise schon sehr lange in Österreich sind oder erst angekommen sind. Im Verein finden sie ein Netzwerk und Deutschkurse. Und Beratung. Und Hilfe. Sie erzählen von ihrer Lebens- und Arbeitssituation, was ihnen Mut macht und was ihnen Mut nimmt. Sie fragen: "Frau Ministerin, gibt es eigentlich auch Untersuchungen über die doppelte Diskriminierung - also, warum Frauen mit Migrationshintergrund noch weniger verdienen als österreichische Frauen?" und über diesen seltsamen Teil der österreichischen Mentalität, dass man über Geld nicht spricht. Dann noch über Vorbilder, die so dringend notwendig sind. Wie etwa Waris Dirie. Es sind Frauen, die sich in Österreich integrieren wollen und alles daran setzen, dennoch auf so viele Hürden stoßen, auf so viele Ungerechtigkeiten. Und nicht aufgeben. Es sind so starke Frauen und ich bin sehr froh, dass ich mit dabei sein kann, dass ich diesen kleinen Einblich bekomme. An einem Tisch mit so vielen Frauen zu sitzen, die ihr Leben in die Hand nehmen, die anderen helfen, die gegen Ungerechtigkeiten kämpfen wollen und werden, die tun und leben wollen - das ist ein gutes Gefühl.
Mein heutiger Tag stand für mich aber weniger unter dem Motto "unterwegs mit", sondern vielmehr: "unterwegs ZU...". Denn bevor ich mitten in einen Betriebsbesuch platzen konnte, war ich laaange unterwegs mit der ÖBB. Und mittendrinnen hab ich mich gefragt: heißt ÖBB vielleicht "Österreichischer Budhismus-Bund?". Nachdem nämlich der Rail-Jet (wohl eher ein Fail-Jet heute) stehen blieb, kam die Durchsage: "wir bitten um Entschuldigung, es kommt zu einem Aufenthalt von 30 Minuten bis zu 2 Stunden". Und dann gibt es ja sofort viele Gerüchte, was da passiert sein könnte. Irgendwann stand "Entgleisung" im Abteil... aber das konnte wohl nicht sein, so ruhig und gerade, wie wir da auf den Gleisen standen. Dann im Schneckentempo weiterrollen und einem SchildbürgerInnenstreich aufsitzen: Während wir nämlich vom Schienenersatzverkehrsbus zu einem anderen Bahnhof gefahren werden, sehen wir, wie unser Rail-Jet schnell und pumperlgesund durch ebendiesen flitzt. Macht ja nix, Geduld und Gelassenheit üben steht an der Tagesordnung. Einatmen - Ausatmen.
Gut, also habe ich den ersten Tagesordnungspunkt verpasst - eine Medienaktion auf einem Salzburger Platz. Hätte mich interessiert, was diese "Aktion in öffentlichem Raum" aus Sicht der Politik bedeutet. Nachdem ich in letzter Zeit so viele Aktionen im öffentlichem Raum aus Sicht von Tanz und Improvisation mitgemacht habe. Gut, eben diesmal nicht.
In den zweiten Tagesordnungspunkt platze ich hinein, weil ich auch dafür eigentlich zu spät dran bin. Mit dem Taxi zur Firma Wiberg. Frau Ministerin Heinisch-Hosek besucht im Rahmen ihrer Bundesländertour (ha, fast hätte ich BundesländerInnen-Tour geschrieben. Genderautomatismus!) Unternehmen und diskutiert die Initiative www.lohngerechtigkeit.at. Exakt NACH dieser Diskussion stolpere ich mit meiner knallrosa Weste in den Raum mit dem großen Tisch, um den Geschäftsführer der Firma Wiberg, Landeshauptfrau Burgstaller, Ministerin Heinisch-Hosek und MitarbeiterInnen sitzen. Ein einziger Platz ist frei - der Vorsitz am Tisch. "Oh, der Vorsitz - na gut.". "ähm, gehören Sie zu uns?". Und so geht das ein paar peinliche Minütchen weiter, bis sich alle wieder beruhigen. So, dann bin ich also auch wiedermal typisch aufgetreten ;-)
Die Diskussion geht etwas holprig weiter und der Besuch ist ein typischer Betriebsbesuch. Ich bin als Bloggerin vorgestellt und habe keinen Laptop mit. Und ich muss gestehen: ich weiß zunächst auch nicht so recht, was es bedeutet, als Bloggerin mitzukommen. Denn: das ist kein Parteitag mit JournalistInnen-Tisch und BloggerInnen-Tisch, keine öffentliche Veranstaltung... Also schreibe ich in mein Notizbuch (old school mit Füllfeder auf Papier) die Themen der Diskussion (Karenzierungsmodell, Familienfreundlichkeit des Unternehmens - Urlaubshaus in Südfrankreich! -, Betriebsrat???, Gastrosophie,...). Wurde von mir erwartet, dass ich die ganze Zeit live blogge? Ich hoffe nicht. Ich hätte das nicht gewollt, und ich stelle mir vor: das wäre im Rahmen so eines Besuchs auch wirklich extrem irritierend gewesen. Denn so ein Betriebsbesuch ist doch auch etwas intimes. Keine JournalistInnen sind anwesend. Ich habe den Eindruck, Themen werden einerseits direkt angesprochen, aber dann auch wieder nicht konsequent weiterdiskutiert. Es bleibt wahnsinnig oberflächlich und glatt, Kritik wäre an mehreren Stellen möglich gewesen, wurde aber von niemandem angesprochen. Aber bei solchen Betriebsbesuchen geht es wohl nicht um Kritik sondern um Anwesenheit und Diskussionsmöglichkeit. Was dann auch immer daraus gemacht wird. Und in diesem Fall auch: um ein direktes Ansprechen der Vorhaben gegen die Lohnungerechtigkeit von Frauen und Männern. Denn jaja, natürlich ist theoretisch das alles eine Frechheit, dass Frauen für gleiche Arbeit noch immer weniger verdienen - aber wenn es konkret wird, dann ... ähm...
Den Weg zur Station Nummer Drei lege ich mit der Frau Ministerin gemeinsam in ihrem Auto zurück. Das ist bequem und sehr nett. Ich bekomme jetzt die Gelegenheit, mich etwas ruhiger vorzustellen und auch über meine persönlichen Erfahrungen mit Gehaltsverhandlungen zu sprechen, und so Dinge, die man notgedrungen in einem männlich dominierten Arbeitsumfeld erlebt...
Dann die dritte Station - angekommen im echten Leben: der Verein V.I.E.L.E, ein gemeinnütziger Verein für Frauenanliegen, der ein interkulturelles Frauenzentrum und eine Familienberatungsstelle führt. Wir werden von vielen Beraterinnen und Lehrerinnen und Teilnehmerinnen empfangen, sitzen um einen riesigen Tisch. Reihum stellen sich alle vor. Frauen aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus der Türkei, aus Afrika, die teilweise schon sehr lange in Österreich sind oder erst angekommen sind. Im Verein finden sie ein Netzwerk und Deutschkurse. Und Beratung. Und Hilfe. Sie erzählen von ihrer Lebens- und Arbeitssituation, was ihnen Mut macht und was ihnen Mut nimmt. Sie fragen: "Frau Ministerin, gibt es eigentlich auch Untersuchungen über die doppelte Diskriminierung - also, warum Frauen mit Migrationshintergrund noch weniger verdienen als österreichische Frauen?" und über diesen seltsamen Teil der österreichischen Mentalität, dass man über Geld nicht spricht. Dann noch über Vorbilder, die so dringend notwendig sind. Wie etwa Waris Dirie. Es sind Frauen, die sich in Österreich integrieren wollen und alles daran setzen, dennoch auf so viele Hürden stoßen, auf so viele Ungerechtigkeiten. Und nicht aufgeben. Es sind so starke Frauen und ich bin sehr froh, dass ich mit dabei sein kann, dass ich diesen kleinen Einblich bekomme. An einem Tisch mit so vielen Frauen zu sitzen, die ihr Leben in die Hand nehmen, die anderen helfen, die gegen Ungerechtigkeiten kämpfen wollen und werden, die tun und leben wollen - das ist ein gutes Gefühl.
Ich wurde als unabhängige Web2.0-Korrespondentin von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zur "Exkursion" eingeladen - im Rahmen ihrer Initiative Lohngerechtigkeit - warum nicht gleich? finden in den Bundesländern Initiativen und Betriebsbesuche statt.
Beim heutigen Besuch in Salzburg bin ich dabei. Ich weiß nicht so recht, was mich erwartet und ob ich von unterwegs schon berichten kann, oder erst wieder am Abend...
Hier sind die Kanäle: jupe@twitter und jupe@facebookam Abend dann hier im Blog.
Und: was heißt eigentlich "unabhängige Web2.0-Korrespondentin"? Na, ich bin gespannt...
Beim heutigen Besuch in Salzburg bin ich dabei. Ich weiß nicht so recht, was mich erwartet und ob ich von unterwegs schon berichten kann, oder erst wieder am Abend...
Hier sind die Kanäle: jupe@twitter und jupe@facebookam Abend dann hier im Blog.
Und: was heißt eigentlich "unabhängige Web2.0-Korrespondentin"? Na, ich bin gespannt...
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Hier gibt es einen Mitschnitt vom Club2 zum Thema "Frauen und Feminismus heute"
http://de.sevenload.com/videos/307i1wg-Club-2-mit-Alice-Schwarzer
(warum auch immer das Einbetten jetzt grad nicht funktioniert..., aber daran solls ja nicht scheitern, oder?)
Und in Willkommen Österreich war sie auch - heute wird die Sendung mit ihr ausgestrahlt. Link: Alice Schwarzer @ Willkommen Österreich, 14.5.09
Link: Website von Alice Schwarzer
http://de.sevenload.com/videos/307i1wg-Club-2-mit-Alice-Schwarzer
(warum auch immer das Einbetten jetzt grad nicht funktioniert..., aber daran solls ja nicht scheitern, oder?)
Und in Willkommen Österreich war sie auch - heute wird die Sendung mit ihr ausgestrahlt. Link: Alice Schwarzer @ Willkommen Österreich, 14.5.09
Link: Website von Alice Schwarzer
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Die Herausgeberin der EMMA und Buchautorin Alice Schwarzer ist derzeit in Wien.

Sie hat Lehraufträge an der Univeristät Wien und der Angewandten - ihre Vorträge sind öffentlich und ich kann sie jedem und jeder ans Herz legen. Ich finde es einfach unglaublich wichtig, so durchdachte, hinterfragende, zukunftsweisende Vorträge zu hören.
Mittwochs hält sie Vorträge für StudentInnen der Publizistik- zu berufsrelevanten Themen (Blatt-machen, Interviews,...). Und Donnerstags ist sie auf der Angewandten und spricht über gesellschaftspolitische Themen wie Pornographie+Kunst, religiöster Fundamentalismus, Männer-und-Frauen.

Vergangenen Donnerstag war ich beim Vortrag über Pornographie. Hier ein paar Themen, die sie angesprochen hat.
Es ging zunächst mal um eine Definition, die die Grundlage für eine weitere Diskussion war. Und ihre Definition ist einfach und einleuchtend: Pornographie ist die Verknüpfung von Sexualität und sexuellem Begehren mit Erniedrigung, Gewalt und Verachtung. Hier geht es um Macht und nicht um Lust.
Im weiteren sprach sie über neurologische Studien und die Auswirkung vom Konsum von Pornografischem Material auf die Empathiefähigkeit der Menschen (viele davon sind in ihrem Buch "Die Antwort" ausführlich beschrieben).
Sie sprach darüber, was es für gesellschaftliche Auswirkungen hat, wenn die sogenannte "Zwangspornografisierung" weiter betrieben wird (also, wenn man sich nicht gegen den Konsum von pornografischem Material wehren kann, weil diese Themen immer mehr in den Alltag einfliessen - zB Werbung, Musikvideos,...). Als Beispiel brachte sie auch (und zeigte deutlichen Untersuchungsbedarf zu diesem Zusammenhang...) den Amoklauf von Tim K. in Winnenden, der hauptsächlich Mädchen und Frauen ermordet hat. Im Editorial der aktuellen Ausgabe von EMMA schreibt sie auch darüber.

Übrigens: in der aktuellen EMMA gibt es ein Gespräch mit "Sven", der beinahe ein Amokläufer geworden wäre. Hier das online-interview dazu.
Was es bedeutet, wenn Pornographie in der Kunst thematisiert wird (was notwendig ist) hat sie an folgenden Beispielen thematisiert: die Ausstellung PornIdentity (Kunsthalle Wien) und Maria Lassnig (Mumok, wien) sowie an Beispielen der Künstlerin Elke Krystufek.
Schließlich noch ein historischer Rückblick auf die Pornografie und deren Liberalisierung - als paralleler Akt zur Emanzipation der Frau.
In der anschließenden Diskussion mit den ZuhörerInnen ging es um die neuen Rollen von Männern und Frauen in der Gesellschaft, um Prostitution, was die Kleidung für den Menschen bedeutet, um "mixed messages" von Frauen und darum, dass Pornografie ein schwerer, sexistischer Verstoss gegen die Menschenwürde ist (und genauso ernst genommen werden muss wie etwa Rassismus und Antisemitismus).

Wie gesagt: solche Vorträge sind wichtig, um weiter darüber zu diskutieren, um Ansichten kennen zu lernen, um Meinungen zu bilden. Schön, dass so viele gekommen sind!

Sie hat Lehraufträge an der Univeristät Wien und der Angewandten - ihre Vorträge sind öffentlich und ich kann sie jedem und jeder ans Herz legen. Ich finde es einfach unglaublich wichtig, so durchdachte, hinterfragende, zukunftsweisende Vorträge zu hören.
Mittwochs hält sie Vorträge für StudentInnen der Publizistik- zu berufsrelevanten Themen (Blatt-machen, Interviews,...). Und Donnerstags ist sie auf der Angewandten und spricht über gesellschaftspolitische Themen wie Pornographie+Kunst, religiöster Fundamentalismus, Männer-und-Frauen.

Vergangenen Donnerstag war ich beim Vortrag über Pornographie. Hier ein paar Themen, die sie angesprochen hat.
Es ging zunächst mal um eine Definition, die die Grundlage für eine weitere Diskussion war. Und ihre Definition ist einfach und einleuchtend: Pornographie ist die Verknüpfung von Sexualität und sexuellem Begehren mit Erniedrigung, Gewalt und Verachtung. Hier geht es um Macht und nicht um Lust.
Im weiteren sprach sie über neurologische Studien und die Auswirkung vom Konsum von Pornografischem Material auf die Empathiefähigkeit der Menschen (viele davon sind in ihrem Buch "Die Antwort" ausführlich beschrieben).
Sie sprach darüber, was es für gesellschaftliche Auswirkungen hat, wenn die sogenannte "Zwangspornografisierung" weiter betrieben wird (also, wenn man sich nicht gegen den Konsum von pornografischem Material wehren kann, weil diese Themen immer mehr in den Alltag einfliessen - zB Werbung, Musikvideos,...). Als Beispiel brachte sie auch (und zeigte deutlichen Untersuchungsbedarf zu diesem Zusammenhang...) den Amoklauf von Tim K. in Winnenden, der hauptsächlich Mädchen und Frauen ermordet hat. Im Editorial der aktuellen Ausgabe von EMMA schreibt sie auch darüber.

Übrigens: in der aktuellen EMMA gibt es ein Gespräch mit "Sven", der beinahe ein Amokläufer geworden wäre. Hier das online-interview dazu.
Was es bedeutet, wenn Pornographie in der Kunst thematisiert wird (was notwendig ist) hat sie an folgenden Beispielen thematisiert: die Ausstellung PornIdentity (Kunsthalle Wien) und Maria Lassnig (Mumok, wien) sowie an Beispielen der Künstlerin Elke Krystufek.
Schließlich noch ein historischer Rückblick auf die Pornografie und deren Liberalisierung - als paralleler Akt zur Emanzipation der Frau.
In der anschließenden Diskussion mit den ZuhörerInnen ging es um die neuen Rollen von Männern und Frauen in der Gesellschaft, um Prostitution, was die Kleidung für den Menschen bedeutet, um "mixed messages" von Frauen und darum, dass Pornografie ein schwerer, sexistischer Verstoss gegen die Menschenwürde ist (und genauso ernst genommen werden muss wie etwa Rassismus und Antisemitismus).

Wie gesagt: solche Vorträge sind wichtig, um weiter darüber zu diskutieren, um Ansichten kennen zu lernen, um Meinungen zu bilden. Schön, dass so viele gekommen sind!
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Was passiert, wenn EntscheiderInnen-Gruppen einseitig besetzt sind? Sie finden für Probleme, die alle betreffen, einseitige Lösungen. Kann auch nicht anders gehen. Zum Beispiel: Konjunkturmaßnahmen, von denen Frauen ganz allgemein ganz wenig haben, wie in diesem Beitrag aus dem heutigen Standard schön gezeigt wird:
"Es hat niemand an die Frauen gedacht" @ derstandard.at
Ist das immer noch so schwer zu verstehen? Ich verstehe das nicht.
"Es hat niemand an die Frauen gedacht" @ derstandard.at
Ist das immer noch so schwer zu verstehen? Ich verstehe das nicht.
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Heute scheint ein fassungsloser Tag zu sein für mich. Neben dem Irrsinn der Sparvorhaben bezüglich der Forschung bringt mich noch was anderes zum Dauerkopfschütteln, Wundern, Ärgern... pfff zum Quadrat.
Heute im Karrierestandard: Gendergerecht und lesefreundlich von Brigitte Schaden (Vorstand der Projekt Management Austria, PMA)
Sie beschreibt, wie die PMA damit umgeht, in ihren Publikationen eine gendergerechte Sprache verwenden zu wollen, aber gleichzeitig nicht auf den Schreibeplatz verzichten zu wollen. Sie meint, dass gendergerechtes Formulieren automatisch mehr Zeichen beansprucht und dass dadurch der Inhalt gekürzt werden müsse, was sie nicht wollen.
Also hier die Lösung von PMA: es gibt nun zwei Publikationen: eine mit männlicher Sprache, eine mit weiblicher Sprache.
Abgesehen davon, dass ich das eine wirklich sehr seltsame Lösung finde, interessiert mich: was steht am Cover der beiden (inhaltlich gleichen) Publikationen? Und: unterscheiden sie sich auch in der Farbe (ich würde hellblau und rosa empfehlen, das ist in den Köpfen schon drinnen)? Und: welche Publikation wird öfters genommen? Lasst mich raten: wohl nicht die mit den weiblichen Formulierungen, weil die vielleicht (zunächst) ungewohnt sind - und wer will sich schon an neue Gegebenheiten gewöhnen, wenn doch das alte gut und bequem ist?
Ja, es ist kompliziert, sich gendergerechte Begriffe zu überlegen. Und ja, bis die besten gefunden werden gilt es, eine Menge hässlicher Wortkreationen zu akzeptieren. Und ja, früher war alles bequemer - ein Wandel ist zunächst mal unbequem (für viele) und trotzdem notwendig (für alle!).
Frau Schaden schreibt in ihrem Artikel meiner Meinung nacht ganz richtig : "ich bin überzeugt, dass Worte wichtig sind, um Bewusstsein und Wirklichkeit zu schaffen" - und ich ergänze: Worte bilden auch die Realität ab.
Aber ich erwarte mir eine innovativere Lösung, als zwei getrennte Publikationen für Männlein und Weiblein. Sowas absurdes!
Heute im Karrierestandard: Gendergerecht und lesefreundlich von Brigitte Schaden (Vorstand der Projekt Management Austria, PMA)
Sie beschreibt, wie die PMA damit umgeht, in ihren Publikationen eine gendergerechte Sprache verwenden zu wollen, aber gleichzeitig nicht auf den Schreibeplatz verzichten zu wollen. Sie meint, dass gendergerechtes Formulieren automatisch mehr Zeichen beansprucht und dass dadurch der Inhalt gekürzt werden müsse, was sie nicht wollen.
Also hier die Lösung von PMA: es gibt nun zwei Publikationen: eine mit männlicher Sprache, eine mit weiblicher Sprache.
Abgesehen davon, dass ich das eine wirklich sehr seltsame Lösung finde, interessiert mich: was steht am Cover der beiden (inhaltlich gleichen) Publikationen? Und: unterscheiden sie sich auch in der Farbe (ich würde hellblau und rosa empfehlen, das ist in den Köpfen schon drinnen)? Und: welche Publikation wird öfters genommen? Lasst mich raten: wohl nicht die mit den weiblichen Formulierungen, weil die vielleicht (zunächst) ungewohnt sind - und wer will sich schon an neue Gegebenheiten gewöhnen, wenn doch das alte gut und bequem ist?
Ja, es ist kompliziert, sich gendergerechte Begriffe zu überlegen. Und ja, bis die besten gefunden werden gilt es, eine Menge hässlicher Wortkreationen zu akzeptieren. Und ja, früher war alles bequemer - ein Wandel ist zunächst mal unbequem (für viele) und trotzdem notwendig (für alle!).
Frau Schaden schreibt in ihrem Artikel meiner Meinung nacht ganz richtig : "ich bin überzeugt, dass Worte wichtig sind, um Bewusstsein und Wirklichkeit zu schaffen" - und ich ergänze: Worte bilden auch die Realität ab.
Aber ich erwarte mir eine innovativere Lösung, als zwei getrennte Publikationen für Männlein und Weiblein. Sowas absurdes!
Angesichts der massiven Kürzungen seitens Regierung und Nationalbank für Forschung und Entwicklung kann man doch gut erkennen, welchen Stellenwert F&E in Österreich in Wirklichkeit hat. Es ist traurig und bitter. Wenns drauf ankommt weiß wieder niemand von irgendwas. Pfff!
Zur Lektüre zwei willkürlich ausgewählte Beiträge:
Kurier: Forschung ohne Geld vom 6.12
Der Standard: Notenbank streicht alle Förderungen für Forschung vom 17.12
Vielleicht sollten "die" mal die Augen untersuchen lassen - mir kommt das alles so wahnsinnig kurzsichtig vor.
Zur Lektüre zwei willkürlich ausgewählte Beiträge:
Kurier: Forschung ohne Geld vom 6.12
Der Standard: Notenbank streicht alle Förderungen für Forschung vom 17.12
Vielleicht sollten "die" mal die Augen untersuchen lassen - mir kommt das alles so wahnsinnig kurzsichtig vor.
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gesehen: gestern und heute auf der Mariahilferstraße. Sehr lustig, finde ich. Isser nu doch wieder F?


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Am Samstag war internationaler Frauentag - wiedermal. Weil Samstag aus journalistischer Sicht nicht besonders günstig ist, gabs im Vorfeld schon etliche Berichte. Unter anderem einen sehr schönen Beitrag auf Ö1 im Abendjournal - mit der Kernaussage: "es ist wiedermal Frauentag - der wird, so wie jedes Jahr, zum Anlaß genommen, um schöne Versprechungen zu machen, die kurz daraufhin wieder in Vergessenheit geraten."
Traurig, aber wahr.
Dann ein bißchen gezappe im Auto und kurze Zeit später ein weiterer Beitrag zum Thema Frauentag. Diesmal auf "Radio energy". Ich hoffe, mich verhört zu haben, aber bin mir nicht mehr ganz sicher. Haben sie es tatsächlich gesagt??? "Anläßlich des Frauentages verlosen wir Gutscheine für einen Besuch beim Schönheitschirurgen."
Gerade im Zusammenspiel mit dem Ö1-Beitrag und der Nachhaltigkeit von Aktionen muß ich sagen: Hut ab, endlich mal was Bleibendes zum Frauentag. Schicken wir die Frauen zum Chirurgen, dann sind sie schön und hoffentlich endlich zufrieden! Denn wer schön ist, ist zufrieden und glücklich! Umso gefährlicher ist dann natürlich der Umkehrschluß. Denn was sind dann die ganzen "unzufriedenen" Frauen, die nach wie vor auf eigene Rechte und Plichten anderer beharren? Brrr.
Traurig, aber wahr.
Dann ein bißchen gezappe im Auto und kurze Zeit später ein weiterer Beitrag zum Thema Frauentag. Diesmal auf "Radio energy". Ich hoffe, mich verhört zu haben, aber bin mir nicht mehr ganz sicher. Haben sie es tatsächlich gesagt??? "Anläßlich des Frauentages verlosen wir Gutscheine für einen Besuch beim Schönheitschirurgen."
Gerade im Zusammenspiel mit dem Ö1-Beitrag und der Nachhaltigkeit von Aktionen muß ich sagen: Hut ab, endlich mal was Bleibendes zum Frauentag. Schicken wir die Frauen zum Chirurgen, dann sind sie schön und hoffentlich endlich zufrieden! Denn wer schön ist, ist zufrieden und glücklich! Umso gefährlicher ist dann natürlich der Umkehrschluß. Denn was sind dann die ganzen "unzufriedenen" Frauen, die nach wie vor auf eigene Rechte und Plichten anderer beharren? Brrr.
