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wissenschaftliches

Ich habe meinen Blog für Blogactionday Climate Change registriert - Ziel der Aktion ist, dass in Blogs am gleichen Tag (15. Oktober) zum gleichen Thema (Klimawandel) gebloggt wird. Ich habe mich entschieden mitzubloggen, um mir selbst wiedermal einen Denkanstoss zu geben. Hier also meine losen, ungeordneten und vor allem unbeantworteten Fragen zum Thema Klimawandel.

Das beginnt schon damit, dass ich nicht weiß: bin ich pro oder kontra Klimawandel? Oder sollte es besser heißen: glaube ich an den Klimawandel oder nicht? Hier werden die WissenschaftlerInnen (ich?) aufjaulen, denn der Glaube hat damit wohl wenig zu tun. Tatsachen sprechen... aber welche Sprache?

Eine weitere Frage: wenn ich Hunger habe, was kümmert es mich, dass die Luft grau und dick ist, dass es kalt und windig ist, dass die Sonne zu lange scheint, dass die Bäume keine Blätter mehr haben, dass irgendwo weit weg Eisberge schmelzen? Was sind überhaupt Eisberge? Wenn ich kein Dach über dem Kopf habe, weil ich aus meinem Land vertrieben werde, was kümmert es mich, dass den Maden im Speck die Luft zum Atmen wegbleibt?

Das erinnert mich an das Ranking der Weltprobleme von Björn Lomborg, das mich damals, als ich seinen Vortrag darüber hörte, extrem fasziniert hat. Eine verlockende Idee mitreissend vorgetragen - was ist eigentlich daraus geworden? Damals habe ich geschrieben:
Angesichts der Flutkatastrophe im August in Österreich und der Tragik der Überschwemmungen in New Orleans sind sich Experten da und dort einig: Die Art und Weise, wie wir Menschen mit unserer Umwelt umgehen, ist großteils Schuld am Ausmaß der Katastrophen. Eine weltweite Initiative gegen den Klimawandel wird wieder einmal lauthals gefordert, Amerikas lockerer Umgang mit Umweltschutzmassnahmen kritisiert. Wie kann man angesichts der berührenden und schrecklichen Bilder von in den Fluten treibenden Leichen daran zweifeln, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel sofort zu ergreifen sind?

Und noch eine Frage - vorausgesetzt das mit dem Klimawandel ist uns wirklich so wichtig, vorausgesetzt, wir wollen wirklich etwas dafür tun, dass ... was eigentlich? ... anyway, dass eben: Sind wir (wer ist das "wir"?) bereit? Klimawandel ist teuer - besser gesagt: den Klimawandel zu stoppen oder zu verlangsamen ist teuer. Wollen wir uns das leisten?
Wenn ich lese, dass die ÖBB Frachtentransporte von der Schiene zurück auf die Straße verlegen will, dann zweifle ich daran, dass hier wirklich ein Wille zur Veränderung des Klimawandels vorliegt.

Ich denke, solange der Wandel des Klimawandels kein Geld bringt (nämlich wirklich viel Geld, mindestens so viel Geld wie Kriege, Aktiengespenstergeschäfte oder Organhandel) ist alles nur Schall und Rauch. Grauer, dicker, bedrohlicher Rauch womöglich. Aber trotzdem Rauch.

Sorry, ich glaube nicht daran. Ich würde gerne. ich versuche es wirklich. Ich versuche zumindest das zu tun, was ich tun kann. Aber im Großen und Ganzen... hm. Warum einigen sich "die Länder" nicht auf Maßnahmen? Warum halten sie nicht mal die Kompromissmaßnahmen, auf die sie sich dann nach langem herumverhandeln vielleicht doch einigen?

Für mich bedeutet Klimawandel auch: ein Wandel des zwischenmenschlichen Klimas. Wie gehen wir miteinander um? Und in logischer Folge natürlich: wie gehen wir mit der Welt um? Mögen wir uns, sind wir uns letztendlich wichtiger als unser Konto? Sind uns die Menschen wirklich wichtig? Ist uns die Erde wirklich wichtig? Oder interessiert uns nur der Saft der Zitrone, mit etwas Zucker und Wasser und lecker...?
Ich habe keine Ahnung, was ich davon halten soll.

Ich mag mich und die anderen.

Heute vor hundert Jahren stellte Albert Einstein seine spezielle Relativitätstheorie erstmals in einem öffentlichen Vortrag vor... und stieß auf Skepsis. Wen wunderts? Sie verlangt ja auch ganz schön viel vom menschlichen Verstand.
LINK: Das berichtet derStandard.at darüber

Der Vorjahressieger von Famelab, Bernhard Weingartner, radelt mit KollegInnen der TU Wien durch Parks, Schwimmbäder und Jugendzentren. Im Gepäck auf seinem klapprigen Lastenfahrrad: Schläuche, Plastikflaschen, seltsam anmutende Pulver... glaub ich zumindest - und habs gelsen. War also schon fast live dabei.
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Physikmobil am Wiener StadtfestBild von hier
Er radelt dorthin, wo Kinder und Jugendliche zu finden und zu begeistern sind. Er zeigt Experimente aus der Welt der Physik und verblüfft mit Effekten. Und dann radelt er weiter zu Jugendzentren, wo er Workshops anbietet. Weil Physik nicht nur Staunen und Oh! und Wow! ist, sondern viel mehr. Weil Physik viel tiefer geht, komplexer ist und - ja, geben wir es doch endlich zu: Physik ist nicht nur einfach, sondern manchmal auch saukompliziert und schwer. Aber nicht unrockbar!

Die Idee mit den weiterführenden Workshops finde ich total gut! Zunächst kratzen die Plastikflaschenraketenspitzen an der Oberfläche ein bißchen rum, und wer durch die Ritzen in die Welt der Physik spähen will, kann das in den Workshops machen! Ich sollte auch mal in so einen Park gehen und mich von den Physikmobilen begeistern lassen.

Hier der Link:
http://www.physikmobil.at

Gestern in der Hohen Wand. Da steht eine Tafel über den Urknall. Und grad, dass es nicht gedonnert hat in dem Gewitter. Das nenn ich Natur-wissenschaft, und passt dann vielleicht auch zum Atheismus-Bus (hat den schon wer gesehen?)? Weil der Text auf der Tafel mit einem Bibelzitat anfängt (aus der Genesis) und dann so weitergeht: Viele Jahrhunderte galten für Juden und Christen diese Worte des alten Testaments als einzige Wahrheit. Die Naturwissenschafter versuchen die Entstehung der Welt und des Kosmos rational zu erklären...
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diesen Beitrag habe ich auch im Sciblog gepostet

Auf twitter wird nicht nur über das tägliche Leben gezwitschert, sondern auch über wissenschaftliche Artikel, die im online-preprint-archiv ARXIV.ORG zu finden sind.
Auf der Website http://orbitingfrog.com/arxiv/ sind die meisten Tweets zu ARXIV-Artikel gelistet.

Was bedeutet das also, wenn über eine Publikation gezwitschert wird? Dass sie gut ist, dass sie viel-diskutiert ist, dass sie gelesen wird (zumindest), dass sie plötzlich auch in einem anderen Umfeld (zB Twitter) beworben wird?

Hier die Links nochmal zusammengefasst:
Dieser Beitrag bezieht sich auf: physicsworld.com/blog/2009/04/tweet_your_papers.html
Twitter: www.twitter.com
arxiv on twitter

Diesen Beitrag habe ich auch im Sciblog.at veröffentlicht

famelab09Kommenden Samstag, den 4. April, findet in Wien das Finale des Famelab-Kontests statt. Famelab ist ein Wettbewerb für WissenschaftlerInnen unter 35, die ihre Arbeit im Rahmen von kurzen Präsentationen verständlich darstellen. Also ein Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation, wenn man so will.

In den vergangenen Jahren habe ich den Wettbewerb als Jurorin begleitet und ausführlich auch darüber im Blog berichtet (quasi "Insiderberichte") - siehe HIER. Dieses Jahr ist sich das platzmässig leider nicht ausgegangen. Ist auch wirklich ein Ententanz, wer auf die Jurorensessel darf und wer nicht, um den ich niemanden beneide. Schade fand ichs trotzdem wirklich sehr.
Mit Marc Scheloske von scienceblogs.de war aber zumindest in der Innsbrucker Vorentscheidung ein Blogger mit dabei. Geschrieben hat er kurz was in Twitter, soweit ich das nachvollziehen kann - und auf der Wissenswerkstatt

Zur Einstimmung gibts auf science.orf.at die Audiobeiträge der FinalistInnen von Famelab 2009.

Und mehr dann beim Finale am 4.4. im Technischen Museum Wien.

Link: Website von Famelab

Das Technische Museum Wien sucht elektrische Haushaltsgeräte für eine Kunstinstallation. Das ist doch mal ein Aufruf!
aufruf
Bild von hier
Haben Sie zu Hause einen Föhn, Staubsauger, Rasierapparat, Handmixer, Plattenspieler, Toaster oder sonst ein noch funktionierendes elektrisches Gerät, das eine neue Nutzung sucht?
Schenken Sie es dem Technischen Museum Wien zum Jubiläum!

Ihr altes Stück wird Teil eines riesigen Maschinenkunstwerks des österreichischen Künstlers Oliver Hangl. Ein Etikett an den einzelnen Objekten weist deren Herkunft aus.
In einer Live-Performance im Rahmen der "100 Stunden Open Museum" am 17. Juni 2009, 20.00 Uhr, wird Oliver Hangl mit dieser Maschine in Interaktion treten.


Hier steht die ganze Information: Aufruf des TMW

Das war mal wirklich lebensnahe Wissenschaft.
Die Selektive Wahrnehmung ist ein psychologisches Phänomen, bei dem nur bestimmte Aspekte der Umwelt wahrgenommen und andere ausgeblendet werden.zitat von wikipedia

Also gut - unlängst bei einem Spaziergang in Graz. Es war wie in einem Film.
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"Selbstvertrauen"
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"Demut"
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"Tun sie es einfach"
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"Lachen"
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"Revolution erwünscht"


Der radikale Konstruktivismus und neuere Wahrnehmungstheorien kennen nur „selektive Wahrnehmung“. Wahrnehmung ist per se immer selektiv, da der Mensch nicht alle Daten, die von außen auf ihn einwirken, gleichzeitig wahrnehmen kann. Daten werden erst dann zur Information für das Subjekt, wenn sie in dessen mentale Struktur „eingebaut“ werden können. Da unsere Wahrnehmung immer historisch-biografisch bedingt ist, gibt es keine andere Möglichkeit als die der „selektiven Wahrnehmung“, „objektive“ Wahrnehmung ist unmöglich.Zitat von wikipedia

COSMIC QUANTUM RAY heißt die neue Animationsserie auf dem Fernseh-Kinderkanal KIKA, in der es zum Beispiel um (böse) schwarze Löcher geht, die ein kleines, noch ungeborenes Universum verschlucken wollen. Oder um gestohlene Schwerkraft, die man dann teuer wieder zurückverkaufen kann. Das Team Quantum ist im ganzen Universum unterwegs - mit an Bord der Erdenbub Robbie. Wie nett.

Aus der Ankündigung:
Robbie Shipton ist 12 Jahre alt und auf den ersten Blick ein ganz normaler Teenager. Doch er führt ein Doppelleben, von dem niemand etwas weiß: Er repräsentiert den Planeten Erde als Mitglied des TEAM QUANTUM, einer exzentrischen Elitegruppe außergewöhnlicher Superhelden aus den verschiedensten Teilen der Galaxien, die jeden Tag das Universum vor kosmischen Katastrophen und galaktischen Gaunern retten. Team Quantum ist immer zur Stelle, wenn gegen die Naturgesetze des Kosmos verstoßen wird. Allen voran Quantum Ray, Beschützer des Universums und wagemutiger Superheld (Außer wenn er durch ein Wurmloch reisen muss: Ray hasst Wurmlöcher!)

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Bild von hier
Gesehen hab ich noch keine Episode - die Inhalte klingen aber ganz witzig, wie man hier nachlesen kann. Ich hab mich aber zerkugelt, wie ich einen Ausschnitt gesehen habe. Einer vom Team Quantum hat die Schurkin Contessa de Wurm gestellt mit den Worten: "Halt! Im Namen der Naturgesetze!". Ha, zum Brüllen!!!

Link zu : Quantum Cosmic Ray auf KIKA

Den Beitrag hab ich auch im SciBlog - Blog für Wissenschaftskommunikation veröffentlicht

SciCo, der Verein für Wissenschaftskommunikation, lädt zur alljährlichen Podiumsdiskussion, diesmal zum Thema "Mündig oder müde - brauchen BürgerInnen Wissenschaftskommunikation?"

Ort: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, www.depot.or.at
Zeit: 29. Jänner 2009, 19:00 Uhr

Mündige BürgerInnen sind ein erklärtes Ziel der Wissenschaftskommunikation. Doch wie soll Mündigkeit in Bezug auf Wissenschaft konkret aussehen? Was stellen sich Politik und Wissenschaft darunter vor, was der Wissenschaftsjournalismus? Was trägt die derzeitige Wissenschaftskommunikation dazu bei? Werden die BürgerInnen erreicht oder übersättigt? Und brauchen BürgerInnen Wissenschafts-PR und Wissenschaftsjournalismus überhaupt, um mündig zu werden?

Es diskutieren:
Ludovit Garzik, Geschäftsführer, Rat für Forschung und
Technologieentwicklung
Josef Glößl, Gentechnik-Experte, Department für Angewandte Genetik und
Zellbiologie, Universität für Bodenkultur Wien
Karen Kastenhofer, Wissenschaftsforscherin, Institut für
Technikfolgen-Abschätzung, Österreichische Akademie der Wissenschaften
Klaus Taschwer, Wissenschaftsjournalist, Der Standard und heureka!

Moderation: Astrid Kuffner, freie Journalistin

Veranstalter: SciCo – Verein für Wissenschaftskommunikation in
Kooperation mit IFF - Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und
Fortbildung der Universität Klagenfurt


Link: SciBlog - Blog für Wissenschaftskommunikation (betrieben von SciCo-Verein für Wissenschaftskommunikation)

 

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